Koreaner hatte Geldbeutel verloren

Chemnitzer Paar findet 23.315 Euro in Frauenkirche - stattlicher Finderlohn

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München - Sie konnten ihren Augen kaum trauen – und handelten trotzdem ehrlich: In der Münchener Frauenkirche hat ein Ehepaar eine Beutel mit mehreren Tausend Euro gefunden. Am Ende zahlte sich ihre Ehrlichkeit aus.

Den Fund seines Lebens hat womöglich ein Ehepaar aus Chemnitz in der bayrischen Landeshauptstadt gemacht. Wie die Münchner Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten die beiden am Mittwochvormittag die Frauenkirche besucht. In dem Gotteshaus fanden sie in einer Kirchenbank eine Handgelenktasche. Der Inhalt: Bargeld im Wert von mehr als 23.000 Euro, das meiste in Euroscheinen, ein kleinerer Teil in südkoreanischen Won. 

 „Mein neues Auto!“ Das dachte der Chemnitzer im ersten Moment nach seine Fund laut bild.de. Doch es war nur Spaß. "Als ich die vielen 500-Euro-Scheine gesehen habe, wusste ich: Wenn die Eigentümer das Geld nicht zurückbekommen, wäre ihr Urlaub gelaufen gewesen", so der 70-jährige ehemalige Kfz-Schlosser gegenüber der Freien Presse. Das Paar zögerte dann keine Sekunde und brachte den Geldbeutel zum Polizeipräsidium gegenüber. "Ich war froh, dass ich das Geld los war."

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 35-Jähriger Tourist aus Südkorea am Vortag seinen Geldbeutel mit mehr als 20.000 Euro Bargeld in dem Dom verloren und dies auch bei der Polizei angezeigt. Der verständigte Tourist, der laut Polizei glaubhaft als Eigentümer identifiziert werden konnte, bedankte sich mit mehr als 700 Euro bei den ehrlichen Findern. Was sie mit dem Geld machen, wisse er noch nicht, sagte der Rentner gegenüber der Freien Presse. Vielleicht würden die beiden ja noch einmal auf Reise gehen - zu einem Städtetrip nach München.

mh

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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