Drogenprozess in München

Trachtenschneider aus dem Chiemgau drohen sieben Jahre Knast

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München - Der Trachtenschneider sitzt seit Ende 2017 in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht dem 37-Jährigen eine lange Haftstrafe. Sein Geschäft darf er aber vom Gefängnis aus weiterführen. 

Der Fall sorgte für großes Aufsehen. Ein prominenter Trachtenschneider aus dem Chiemgau wurde Ende des vergangenen Jahres plötzlich verhaftet. Der Verdacht: Der 37-jährige Besitzer eines Designer-Couture-Shops soll im großen Stil mit Crystal Meth gehandelt haben. 

Kürzlich hat der Staatsanwalt Anklage gegen den Mann erhoben. Ein Komplize des Trachtenschneiders habe die Justiz auf die illegalen Geschäfte des 37-Jährigen hingewiesen, berichtet bild.de. Der Sprachlehrer wollte dadurch sein eigenes Strafmaß verkürzen. Mit Erfolg - er muss jetzt nur noch für vier Jahre ins Gefängnis. B ei einer Verurteilung drohen dem Chiemgauer nun sieben Jahre Haft. 

Die Drogen habe der Untersuchungshäftling vor allem in der Party- und Schwulenszene verkauft, berichtet bild.de weiter. Aber auch Gaststätten, Hotels und Privatfeiern soll er für den Drogenumschlag genutzt haben. Er selbst habe die Methamphetamine in der Tschechischen Republik gekauft, so die Zeitung weiter. 

"Erfolgreiche Hausdurchsuchung" 

Kriminalbeamte stellten in den Privaträumen des Angeklagten 170 Gramm Methamphetamin und über 1.300 Euro Bargeld sicher. Außerdem konnten bei ihm Feinwaagen, Verpackungsmaterialien und schriftliche Aufzeichnungen über Betäubungsmittelgeschäfte vorgefunden und beschlagnahmt werden. 

Designer der Stars

Das Pikante an dem Fall ist, dass der 37-Jährige auch Prominente wie Moderator Florian Silbereisen oder Sängerin Mireille Mathieu mit Mode ausgestattet hat. Ungeachtet der Inhaftierung des Designers laufen die Geschäfte des Mannes ganz regulär weiter.

kil

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