Widerliche Aktion 

Denkmal für Opfer des Münchner Amoklaufs von Unbekannten verwüstet

Jahrestag des Münchner Amoklaufs
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Besucher legen am 22.07.2017 in München (Bayern) am Ende einer Gedenkveranstaltung Blumen am Denkmal nieder. Der Erinnerungsorts mit einem neu geschaffenen Denkmal für den Münchner Amoklauf wurde an dessen ersten Jahrestag eingeweiht. 

München - Wer macht so etwas? Das Denkmal für die Opfer des Amokslaufs im Jahr 2016 wurde verwüstet. Neun Menschen und der Täter verloren bei der Bluttat ihr Leben.

Im Zeitraum zwischen Freitag, 13. März, 7 Uhr bis Samstag 14. März, 7 Uhr beschädigten bisher unbekannte Täter die an dem Denkmal aufgestellten Bilderrahmen, Kerzen, Blumen und weiteren Gegenstände. 


Ein Fahrrad, welches im Nahbereich des Denkmals abgestellt war, wurde den naheliegenden U-Bahn-Abgang ebenfalls hinuntergeworfen und dabei beschädigt. 

Neun Menschen wurden 2016 am Olympia-Einkaufszentrum erschossen, 16 weitere verletzt. Zu Beginn sprach die Polizei zunächst von einer Terrorlage. 2300 Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Busse und Bahnen stellten den Betrieb ein. München war im Ausnahmezustand. 


Über Stunden war unklar: Wieviele Täter gibt es und wo sind sie? Die Entwarnung kam in der Nacht: Die Polizei wusste nun, dass der Schütze, ein 18-jähriger Deutsch-Iraner, allein gehandelt hatte. Er hatte sich selbst getötet.

Das Denkmal wurde mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr München wieder in einen würdevollen Zustand zurückversetzt. Die Motivlage zur Tat ist noch unklar, es sind weitere Ermittlungen durch die Kriminalpolizei notwendig.

mz/Pressemitteilung Polizei München

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