Erste Gewaltdelikte 2021 am Ostbahnhof München

51-Jähriger nach Streit mit Parkwächtern verletzt - Frauen geraten in S-Bahn aneinander

München – Die ersten von der Bundespolizei aufzunehmenden Körperverletzungsdelikte des Jahres 2021 ereigneten sich am Neujahrstag (1. Januar) am Ostbahnhof. Beim Streit um Parkgebühren wurde ein 51-Jähriger verletzt. In einer S-Bahn gerieten vier Frauen aneinander.

Streit um Parkgebühren eskaliert

Eine Streife der Bundespolizei erkannte vor einem Einkaufsgeschäft im Haupteingang des Münchner Ostbahnhofs gegen 14.30 Uhr einen Streit eines Parkwächters mit einem Autofahrer. Ermittlungen ergaben, dass es zunächst zu einem verbalen Streit um die Zahlung von Parkgebühren gekommen war.

In dessen Folge soll ein 74-jähriger deutscher Parkplatzwächter den Beifahrer des stehenden Fahrzeugs durch die geöffnete Tür mehrfach mit dem Fuß gegen den Oberschenkel getreten haben. Ein zweiter, hinzukommender Parkplatzmitarbeiter, ein 39-Jähriger aus der Tschechischen Republik, soll dem 51-jährigen Italiener mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Durch den Schlag erlitt der Beifahrer, der in Giesing wohnt - nach Auskunft hinzugerufener Rettungsdienstkräfte, eine stark blutende Nasenbeinfraktur.

Wegen weiterer Schmerzen am Oberschenkel wird er sich in den kommenden Tagen in ärztliche Behandlung begeben. Die Bundespolizei ermittelt gegen die beiden in Berg am Laim wohnenden Parkplatzwächter wegen gefährlicher Körperverletzung.

Frauen geraten in S-Bahn aneinander

Die Aufsicht auf Bahnsteig 3/4 am Ostbahnhof München meldete der Bundepolizei gegen 16.15 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung mehrerer Beteiligter. Ermittlungen ergaben, dass zwei unbekannte Frauen mit zwei anderen Frauen in der S-Bahn (S7, Richtung Aying) aneinandergeraten waren.

Dabei sollen die Unbekannten eine 18-jährige Afghanin mehrfach mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben, wodurch die Attackierte eine Rötung und Schwellung an der Stirn erlitt. Einer 14-Jährigen, ebenfalls aus Afghanistan, die schlichtend eingriff, soll von den Aggressorinnen mit dem Fuß gegen das Knie getreten worden sein. Sie blieb unverletzt. Im weiteren Verlauf sollen beide Geschädigte aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn zudem verbal bedroht worden sein. Die beiden Angreiferinnen flüchten am Ostbahnhof unerkannt. Gegen sie ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung und Bedrohung.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

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