Uneinsichtiger Landsberger hält Münchner Polizei auf Trab

Fahrer will sich Kontrolle entziehen und kollidiert mit zwei Streifenwagen

München - Bei einer Verfolgungsjagd mussten schließlich drei Streifenwagen einen flüchtigen Fahrer umzingeln, um ihn am Weiterfahren zu hindern.

Am Montag, 14. Mai, gegen 13.50 Uhr, fiel einem Polizeibeamten während seiner Streifenfahrt ein Nissan auf, der mit eingeschaltetem Warnblinker mehrfach den Karolinenplatz umrundete. Der Beamte schaltete das Anhaltesignal seines Dienstfahrzeugs an, um den Nissan anzuhalten. Der Fahrer, ein 53-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg, fuhr daraufhin auf den Gehweg des Karolinenplatzes und anschließend wieder auf die Fahrbahn des Kreisverkehrs. 

Der Polizeibeamte setzte sein Dienstfahrzeug nun vor den Nissan. Zunächst hielt der Fahrer des Nissan an. Als der Beamte ausstieg, um die Kontrolle durchzuführen, beschleunigte der 53-Jährige und umrundete wieder den Kreisverkehr

Weitere Streifen konnten schließlich den Nissan stoppen, indem sie ihre Fahrzeuge so positionierten, dass der 53-Jährige nicht weiterfahren konnte. Ein Streifenwagen stand hinter dem Nissan, ein weiterer quer vor dem Fahrzeug. Zudem wurde ein Wagen links neben den Nissan abgestellt. 

Der Nissan-Fahrer versucht weiter zu flüchten

Trotz allem versuchte der Nissan-Fahrer weiterhin seine Fahrt fortzusetzen und fuhr rückwärts. Dabei kollidierte er mit dem rückwärtig abgestellten Dienstwagen. Daraufhin wollte er nach vorne flüchten. Er rammte nun frontal die rechte Seite eines weiteren Streifenwagens. Jetzt konnte der Nissan-Fahrer an seiner Weiterfahrt gehindert werden und musste mit einfacher körperlicher Gewalt aus dem Auto herausgeholt werden. Bei dem geleisteten Widerstand wurde ein Polizeibeamter leicht an seiner Hand verletzt.

Da der Mann offensichtlich stark verwirrt war und eine Gefährdung der Öffentlichkeit nicht auf anderem Weg unterbunden werden konnte, wurde der 53-Jährige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Er wurde wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs angezeigt.

Durch die Zusammenstöße der Fahrzeuge wurde niemand verletzt. An den Autos entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 6.000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt herrschte wenig Fußgänger- und Fahrzeugverkehr, dadurch kam es weder zu Verkehrsbeeinträchtigungen noch zu einer Gefährdungslage für unbeteiligte Personen.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa

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