Abi-Scherz oder Protest-Aktion?

Fahrräder auf Uhrenturm eines Münchner Gymnasiums - Feuerwehr im Einsatz

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München - Am Montagvormittag mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr zwei Fahrräder vom Uhrenturm eines Gymnasiums in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt bergen. 

Am Montagvormittag, den 3. Juni, gegen 9.18 Uhr bemerkte die Belegschaft eines Gymnasiums in München, dass zwei Fahrräder am Uhrenturm in einer Höhe von etwa 18 Metern hingen. Weil die Gefahr bestand, dass die Räder in den Bereich des Pausenhofs abstürzen, musste der Hausmeister handeln - und informierte schließlich die Feuerwehr.

Den Einsatzkräften war es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, die Räder mit einer einfachen Leiter nach unten zu holen. Auch mit der zuerst alarmierten Drehleiter kamen die Feuerwehrleute nicht nah genug an die Fahrräder heran. 

So entschied der Einsatzleiter, das Fahrzeug mit der größten Rettungshöhe zur Einsatzstelle zu beordern: die Hubrettungsbühne. Nachdem dieses doch recht große Gefährt erfolgreich in den Innenhof manövriert werden konnte, war die sichere Bergung der Fahrräder kein Problem mehr.

Wie, von wem und warum die Räder an einem solchen Ort "abgestellt" wurden, konnte bisher nicht geklärt werden. Es könnte sich dabei auch um einen Abi-Scherz handeln. Andere wiederum vermuten, dass es sich um eine Protestaktion gegen Fahrräder Obike handelt, die in München für viel Ärger gesorgt hatte.

Der Protest gegen Obike 

Das Unternehmen aus Shanghai hatte im August 2017 in der Landeshauptstadt mehr als 7.000 Leih-Fahrräder aufgestellt. Schnell geriet das Unternehmen unter Verdacht, die Daten ihrer Nutzer zu verkaufen. Deshalb kam es zu zahlreichen Vandalismusvorfällen, bei denen Bürger die Räder einfach in ein Gebüsch schmissen oder die Bremskabeln durchschnitten. Mit dieser "Protest-Aktion" sollte das Unternehmen in die Knie gezwungen werden. 

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