Übergriff im Münchner Hauptbahnhof

Frau sexuell belästigt - Tatverdächtiger steht vor Haftrichter

München - Am Mittwochmorgen hielt sich eine junge Frau im Hauptbahnhof München auf. Mehrfach kam ein 20-Jähriger auf sie zu und fasste ihr an die Brust. Später wurde der Tatverdächtige gestellt. Nun wurde er dem Haftrichter vorgeführt. 

Gegen 8.30 Uhr hielt sich eine 35-jährige Frau, mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm, in der Schalterhalle des Münchener Hauptbahnhofes auf. Sie war mit ihrer Familie unterwegs und blieb bei den Koffern, während sich ihr Mann mit dem zweiten Kind in einem Schnellrestaurant etwas zu essen holte. Während des Wartens kam ein junger Mann auf sie zu, welcher die Familie kurz davor schon um Kleingeld angebettelt hatte. Jetzt war er jedoch nicht an Geld interessiert.

Der 20-jährige Slowake griff der Frau aus Kempten zielgerichtet mehrfach an die Brust und rieb seine Hand daran. Der Aufforderung aufzuhören und zu gehen kam er erst nach, als sie ihm bei einem Gespräch die Antwort auf die Frage nach ihrem Namen verweigerte. Kurze Zeit später kam der Wohnsitzlose wieder zurück und gab der Frau auf die linke und rechte Wange einen Kuss. Der anschließende Versuch, sie auch auf den Mund zu küssen scheiterte jedoch, da sich die 35-Jährige wegdrehte und nach Hilfe schrie. Jetzt entfernte sich der Mann endgültig. 

Als kurz darauf der Ehemann der Frau zurückkam und sie ihm von den Geschehnissen erzählte, ging die Familie auf die Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Sowohl der Ehemann, als auch die Frau in Begleitung mehrerer Streifen, suchten anschließend im Bahnhof nach dem Tatverdächtigen. Der Ehemann fand den Slowaken, setzte einen Notruf ab und verfolgte ihn weiter in eine naheliegende Straße. Beamte der informierten Landespolizei nahmen den 20-Jährigen fest.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird der Tatverdächtige am Donnerstag wegen sexueller Belästigung dem Haftrichter vorgeführt.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei München

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