Klägerin trägt Metallplatte in Schulter

Grätsche bei Freizeitkick in München: Frau fordert 10.000 Euro Schmerzensgeld

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München - Bei einem Freizeitkick im Englischen Garten soll es zu einer bösen Blutgrätsche gekommen sein. Aufgrund der nachfolgenden Verletzungen wurde die Attacke zum Fall für den Richter. 

Eine 28-jährige Rechtsreferendarin fordert von einem Mann, welcher sie bei einem Fußballspiel im englischen Garten übel gefoult haben soll, 10.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. 

Am 19. Juni des vergangenen Jahres hatte sich eine 28-Jährige mit sieben befreundeten Referendaren zum Fußballspielen im Englischen Garten getroffen, berichtet abendzeitung-muenchen.de. In der Folge schlossen sich vier weitere unbekannte Männer den Teams an. 

München: Grätsche im Englischen Garten

Dabei soll es sich laut Aussagen der Klägerin um geübtere Spieler gehandelt haben. Kurz vor Beendigung des Spiels kam es zu einem Zweikampf zwischen der Klägerin und einem der fremden Hobbykicker. 

Während die Frau von einer brutalen Blutgrätsche mit zwei gestreckten Beine ohne Chance auf den Ball sprach, gab der Mann im Justizpalast ein regelkonformes Tackling an. 

Schwere Verletzungen

Unstreitig sind die Verletzungen: Die 28-Jährige erlitt eine schwere Schultereckgelenksprengung mit Abriss der Bänder, die operativ behandelt werden musste. Sie trägt jetzt eine Titanplatte in der Schulter, muss vielleicht nochmal operiert werden.

Deshalb will sie insgesamt 10.000 Euro von ihrem Gegenspieler. Um eine Gerichtsverhandlung mit einigen Zeugenaussagen zu vermeiden, schlug der Richter einen Vergleich vor - mit Erfolg. Demnach wird der Beklagte 5.500 Euro zahlen. 

mz

Rubriklistenbild: © picture alliance / Marc Müller/d

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