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Ex-Freundin erhob vor Gericht in München schwere Vorwürfe

Angespuckt, geschlagen und in den Kopf gebissen: Fußballstar Boateng verurteilt

Prozess Jerome Boateng München
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Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng (rechts) in München.

München - Fußballstar Jerome Boateng (33) ist vom Amtsgericht München nun zu einer satten Strafe verdonnert worden. Seine ehemalige Lebensgefährtin hatte in dem Prozess schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben.

Mit dem Daumen hat er mein Auge so gegriffen“, sagte die 31-Jährige am Donnerstag (9. September) im Gerichtssaal über die Ereignisse, die sich im Urlaub des damaligen Paares im Jahr 2018 auf den Turks- und Caicos-Inseln in der Karibik abgespielt haben sollen. Im Prozess trat die Ex nun als Nebenklägerin auf: „Er hat an meinen Haaren gerissen, mir dann in den Kopf gebissen.“ Angespuckt habe Boateng sie auch - mit Blut, weil er sich vorher die Lippe aufgerissen hatte. Womöglich beim Beißen, sagte die 31-Jährige. Auf die Knie sei sie dann gefallen, bevor er ihr so stark „in die Niere geboxt“ habe, dass sie keine Luft mehr bekommen habe. Die Bild-Zeitung sprach außerdem von einem „Faustschlag ins Gesicht“ der Ex. Staatsanwältin Stefanie Eckert führte außerdem an, dass Boateng eine Glaslaterne und eine Kühltasche „mit voller Wucht“ auf seine damalige Freundin geworfen habe.

Boateng schilderte im Prozess hingegen eine ganz andere Version der Ereignisse. Der Ex-Bayern-Star räumte zwar ein, dass es in dem Luxusressort „eine Eskalation“ gegeben habe. Allerdings sei seine Ex bei einem Streit nach einem Kartenspiel aggressiv und beleidigend geworden, habe ihn an der Lippe verletzt und auf ihn eingeschlagen. Als der Fußballer seine damalige Freundin wegschieben wollte, sei sie gestürzt. Außerdem habe er mit keiner Laterne geworfen, sondern ein Kissen gegen einen Tisch - und dabei sei die Laterne dann umgefallen. Boateng betonte, dass er seine Ex-Freundin niemals geschlagen habe. Deswegen forderte Boatengs Verteidiger Kai Walden in seinem Schlussplädoyer auch einen Freispruch für seinen Mandanten.

Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München

Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München
Prozess gegen Fußballstar Jerome Boateng in München. © Peter Kneffel/dpa

Die Staatsanwaltschaft forderte hingegen ein Jahr und sechs Monate Gefängnis auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Das Gericht verhängte letztlich jedoch „nur“ eine satte Geldstrafe. Boateng muss eine Geldstrafe in Höhe von 1,8 Millionen Euro zahlen - und zwar in 60 Tagessätzen á 30.000 Euro. Dies ist der höchstmögliche Tagessatz, welcher sich immer am Einkommen des Verurteilten orientiert. Hochgerechnet ging das Gericht damit davon aus, dass Boateng rund 900.000 Euro pro Monat netto verdiente (10,8 Millionen Euro pro Jahr). Mit den 60 Tagessätzen bleibt Boateng allerdings unter der Vorstrafengrenze, diese liegt bei 90 Tagessätzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

mw

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