Feuer in Lagerhalle im Osten von München

Lebensgefahr: Dreiste Gaffer filmen Großbrand vom S-Bahn-Gleis

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Feldkirchen bei München - Am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag hat ein Großbrand die Menschen im Osten von München in Atem gehalten. Zudem sorgten auch Gaffer für eine Menge Ärger.

Wie das Polizeipräsidium München bereits am Sonntag mitgeteilt hatte, war die Feuerwehr am Samstagabend gegen 18.30 Uhr alarmiert worden. Eine Anwohnerin hatte starke Rauchentwicklung über dem Gelände einer Entsorgungsfirma an der Emeranstraße bemerkt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Firmenhalle in Vollbrand. In der Halle befanden sich verschiedene Abfälle, darunter auch Autoreifen. Zudem beherbergte die Halle eine neuwertige Müllsortierungsanlage, die total zerstört wurde. Die Polizei hatte bereits kurz nach Ausbruch des Brandes via Twitter eine Gefahrenmeldung veröffentlicht und bat Anwohner darum, Türen und Fenster zu schließen und Kinder gegebenenfalls ins Haus zurückzuholen.

Auch Tanklager in Gefahr

Der Einsatz für die Feuerwehr dauerte bis tief in die Nacht, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet. Zudem war die Rauchsäule rund hundert Meter hoch und soll kilometerweit zu sehen gewesen sein.

Die größte Sorge der Floriansjünger galt dem benachbarten OMV-Tanklager an der Emeranstraße 57. Die Feuerwehr setzte alles daran, dass sich der Brand nicht ausbreitete. Gegen 22 Uhr konnten die ersten Feuerwehrler abgezogen werden. Doch die Feuerwehr Feldkirchen musste die Halle immer wieder auf Glutnester kontrollieren und hielt auch am Sonntag noch eine Brandwache vor.

Es waren zahlreiche Feuerwehren, das THW, der ABC-Zug des Landkreises München und die Kreisbrandinspektion mit fast 200 Mann im Einsatz. Dazu kamen noch sechs Polizeistreifen und 14 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes. Die Halle gilt derzeit als akut einsturzgefährdet. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge beträgt der Schaden wohl mehrere Millionen Euro. Die Brandursache ist unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gaffer begeben sich in Lebensgefahr

Zudem sorgten auch wieder mal Gaffer für eine Menge Ärger. Wie die Münchner Bundespolizei am Montag bekannt gab, hatten sich zahlreiche Schaulustige in den Gleisbereich begeben, um das Feuer besser fotografieren und filmen zu können. "Die Schaulustigen beobachteten und fotografierten - auf den Gleisen stehend - die Löscharbeiten der Feuerwehr. Und das, obwohl die Deutsche Bahn, deren Betrieb vom Brand nicht beeinträchtigt war, Züge und S-Bahnen fahren ließ. Auch Ansprachen vorbeifahrender Triebfahrzeugführer ignorierten die Personen", hieß es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Die Gaffer entfernten sich erst, als die Bundespolizei eingriff. Die Personen begaben sich mit ihrem Verhalten nicht nur in Lebensgefahr, sondern sorgten auch für massive Verspätungen im Bahnverkehr.

Einen Tag später sorgte dann ein Autofahrer am Flughafen München für einen Eklat, als er einen schweren Unfall auf der Zubringertangente mit seinem Handy filmte. Er wurde von der Polizei gestoppt und bekam eine Anzeige.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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