Armenier am Flughafen München verhaftet

Gefängnis trotz angeblicher Herzprobleme 

München - Ein verurteilter Armenier ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt und prompt der Bundespolizei ins Netz gegangen. Nach der Festnahme klagte der junge Mann über angebliche Herzprobleme.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Ein Armenier war bereits im Januar 2019 vom Amtsgericht in Nürnberg wegen Diebstahls zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Rechtskraft erlangte das Urteil nach einem Widerspruchsverfahren dann erst gut ein Jahr später. Da hatte ihm das Gericht dann für eine geleistete Bewährungsauflage zwei Wochen Haft erlassen. Anschließend war der Verurteilte aber nicht in einer Haftanstalt zur Verbüßung seiner Reststrafe von siebeneinhalb Monaten auf-, sondern untergetaucht, ohne sich um die Begleichung seiner Reststrafe zu kümmern. Daher stellte die Staatsanwaltschaft in der Frankenmetropole zehn Tage nach Rechtskraft einen Vollstreckungshaftbefehl gegen den 25-Jährigen ins deutsche Fahndungssystem ein.

Jetzt ist der vor ein paar Monaten Untergetauchte wieder aufgetaucht. Der Armenier kam aus Minsk in München an, als er im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Flughafen hängen blieb. Bundespolizisten im Terminal 1 entdeckten den Haftbefehl, als sie den Reisenden zur Einreise kontrollierten. Die Beamten kamen dem Auftrag der mittelfränkischen Justiz schließlich nach und nahmen den Ausgeschriebenen fest. Bevor die Grenzpolizisten den Festgenommenen jedoch der Strafverfolgung zuführen konnten, klagte dieser über Herzprobleme. Also musste sich erst ein Arzt um den vermeintlich Kranken kümmern. Ein Mediziner in der Notaufnahme eines Umlandkrankenhauses konnte dann aber schnell Entwarnung geben. Nachdem dieser seinen Patienten schließlich hafttauglich geschrieben hatte, brachten die Bundespolizisten den offensichtlich wiedergesundeten Patienten in die Münchner Haftanstalt.

Pressemitteilung der Bundespolizei

Rubriklistenbild: © Bpoli

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