Offener Brief an das Landwirtschaftsministerium

Landtagsabgeordnete Gisela Sengl fordert mehr Unterstützung für „Urlaub auf dem Bauernhof“

München - Ein offener Brief von Landtagsabgeordneter Gisela Sengl an die Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Frau Staatsministerin Michaela Kaniber.

Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Kaniber, 

die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe wurde in den letzten Jahren  intensiv vom Landwirtschaftsministerium gefördert. Das unterstützen wir  Grüne ausdrücklich. Denn die Diversifizierung ermöglicht vielen, gerade  kleineren Betrieben ein gesichertes Auskommen und trägt damit wesentlich zum  Abmildern des Strukturwandels bei.  

Das Übernachtungsverbot für touristische Zwecke im Rahmen der Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus betrifft viele landwirtschaftliche Betriebe, die im  Rahmen der Diversifizierung Ferienwohnungen vermieten oder Urlaub auf dem Bauernhof anbieten, in besonderer Weise. Denn nur Betriebe, deren Haupteinnahmequelle die Vermietungen sind, sind antragsberechtigt für das Übergangsgeld III. Damit fallen viele Gemischtbetriebe, bei denen die  Haupteinnahmequelle in der Landwirtschaft liegt, durch das Raster. Das betrifft  insbesondere viele Nebenerwerbsbetriebe, die diese gemischte Betriebsform im Normalfall sehr erfolgreich nutzen. 

Gerade weil die Bayerische Staatsregierung den Weg der Diversifizierung immer  unterstützt hat, muss sie sich in dieser schwierigen Zeit der betroffenen Betriebe  annehmen. Es geht hier ganz besonders um den Erhalt der Nebenerwerbsbetriebe, die mittlerweile über 50 Prozent der Agrarstruktur in  Bayern ausmachen und viel zur Schönheit unserer Kulturlandschaft beitragen. 

Ich fordere die Staatsregierung auf, diesen Betrieben Hilfsangebote zu machen,  um ihr Überleben zu sichern und die schöne Urlaubsform „Urlaub auf dem Bauernhof“ auch für die Zukunft zu erhalten. 

Abgeordnete Gisela Sengl 

Stv. Fraktionsvorsitzende  BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 

Offener Brief der Landtagsabgeordneten Gisela Sengl an das Landwirtschaftsministerium

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