Von Staatsanwaltschaft Traunstein per Haftbefehl gesucht

Reisepläne zunichte gemacht - Mann (26) am Flughafen in München festgenommen

München - Am Flughafen in München ging der Bundespolizei ein 26-jähriger Mann ins Netz. Er wurde unter anderem von Staatsanwaltschaft Traunstein per Haftbefehl gesucht.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Er hatte wohl im letzten Jahr versucht, unerlaubt nach Deutschland zu kommen und war dabei an der deutsch-österreichischen Grenze ertappt und zurückgeschickt worden. Die verhängte Strafe hatte er dann offensichtlich nicht bezahlt. Jetzt hat er einen erneuten Versuch gestartet, in das Land seiner Wahl zu reisen. Auch jetzt ist er wieder aus dem Verkehr gezogen und schlussendlich zurückgeschickt worden. Bundespolizisten nahmen den Albaner gestern (3. März) bei seiner Ankunft aus Istanbul fest. Der Mann war unter anderem von der Traunsteiner Staatsanwaltschaft mit Haftbefehl gesucht worden.

Der 26-Jährige war unterwegs von Tirana über Istanbul nach München. Bei seiner Ankunft im Erdinger Moos lief er Bundespolizisten in die Arme. Den Grenzpolizisten fielen mehrere Fahndungsnotizen ins Auge, als sie die Dokumente des Reisenden überprüften. Da wären zum einen Ausschreibungen der Behörden im baden-württembergischen Ellwangen und der Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Stade zur Aufenthaltsermittlung und zum anderen der Bundespolizei in Hannover zur Grenzfahndung. Weiterhin vermerkte der Zoll im bundesweiten Fahndungssystem, dass der junge Mann der Finanzbehörde noch Geld schuldet. Last but not least haben die Justizbehörden im Chiemgau den Albaner mit Haftbefehl gesucht. Im letzten Jahr war der Südosteuropäer an der deutsch-österreichischen Grenze bei der unerlaubten Einreise erwischt und anschließend wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts verurteilt worden. Nachdem der Verurteilte den Richterspruch offensichtlich nicht wirklich ernst genommen und der bayerischen Justiz bis dato 505 Euro oder ersatzweise 29 Tage Haft schuldig geblieben ist, hat die Traunsteiner Staatsanwaltschaft die Polizeibehörden mit der Suche nach dem Schuldner und dessen anschließender Festnahme beauftragt. Diesem Auftrag kamen Bundespolizisten am Münchner Airport gestern nach.


Nachdem der Festgenommene den von der bayerischen Justiz geforderten Betrag vor Ort bezahlen konnte, war es für ihn aber noch nicht vorbei. Für seine Justizschulden musste der Albaner seine Reisekasse komplett plündern. Da er nun aber kein Geld mehr hatte, um seinen geplanten Aufenthalt zu finanzieren, mussten die Bundespolizisten dem jungen Mann die Einreise verweigern und ihn mit dem nächsten Flug wieder zurück über Istanbul nach Tirana schicken.

Pressemeldung Bundespolizei Flughafen München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Flughafen München

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