Einsatz für die Berufsfeuerwehr

Vermeintlich hochgiftige Spinne in Münchner Supermarkt entdeckt

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München - Für große Aufregung sorgte am Dienstag (10. Dezember) eine Giftspinne in einem Supermarkt. Die Münchner Feuerwehr ging zunächst davon aus, dass es sich um eine hochgiftige Bananenspinne handelt. Inzwischen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.

Update, 14.07 Uhr: Experte gibt Entwarnung - keine Bananenspinne

Die Spinne wurde inzwischen von Experten der Auffangstation für Reptilien, München e.V. begutachtet. Entgegen der ursprünglichen Annahme handelt es sich nicht um eine Bananenspinne, sondern um eine Riesenkrabbenspinne. Sie ist wohlauf und befindet sich jetzt in einem Terrarium der Auffangstation.


Riesenkrabbenspinnen sind eher ungefährlich

Riesenkrabbenspinnen findet man in Australien, Neuseeland, Südostasien, im Nahen Osten in Gebieten am Mittelmeer und sehr wahrscheinlich in vielen anderen tropischen und subtropischen Gegenden. Sie treten überall dort auf, wohin sie als 'blinde Passagiere' mit Schiffen gelangen können und wo die Winter für sie nicht zu kalt zum Überleben sind. 


Im Allgemeinen werden Riesenkrabbenspinnen nicht als gefährlich angesehen. Sie beißen zwar, wenn sie provoziert werden, aber das Opfer leidet nur unter einer Schwellung und lokalen Schmerzen, die nach etwa einem Tag wieder abklingen.

Erstmeldung

Am Dienstagmittag erreichte ein ungewöhnlicher Notruf die Leitstelle München. Ein Mitarbeiter eines Supermarktes entdeckte beim Entpacken von Bananen eine exotische Spinne unter der Verpackungsfolie und alarmierte daraufhin sofort die Feuerwehr. 

Die eintreffenden Fachkräfte der Feuerwehr stellten fest, dass es sich bei der Spinne wohl um eine Bananenspinne handelt. Sollte dies zutreffen, wäre es eine der gefährlichsten und giftigsten Spinnenarten der Welt. Ein externer Experte soll die Spinnenart jedoch noch abschließend bestimmen.

Feuerwehr München kann Spinne lebend fangen

Sicher verpackt und verschlossen wurde die gesamte Bananenkiste von den Feuerwehrmännern zur Wache gebracht. Mit großer Vorsicht konnte dort die Kiste geöffnet und die Spinne mit einer Spannweite von zirka acht Zentimetern lebend gefangen werden. Jetzt wird noch nach einer sicheren und artgerechten Unterbringungsmöglichkeit für die Spinne gesucht.

Sollte es sich bewahrheiten, dass es sich bei der Spinne um eine Bananenspinne handelt, hatte der Supermarktmitarbeiter großes Glück. Der harmlose Name Bananenspinne rührt daher, dass diese Spinnen immer wieder in Bananenkisten gefunden werden. 

Harmlos sind diese Spinnen jedoch überhaupt nicht. Die wissenschaftlichen Gattungsnamen "Phoneutria" (die Mörderin) oder "Armadeira" (die Bewaffnete) weisen schon eher auf ihre Gefährlichkeit hin. Einige besonders aggressive Arten sollen sogar springend angreifen.

mh

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