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Ein Jahr nach Horror-Unfall am Münchner Stachus

S-Bahn-Schubser hält Opfer für „Teufel“ und verteidigt „prophetischen Auftrag“ vor Gericht

Mann vor S-Bahn gestoßen
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Polizisten und Spurensicherer der Polizei arbeiten am S-Bahnhof am Stachus an einem S-Bahnzug.

Der schreckliche Fall eines S-Bahn-Schubsers ist nun seit Montag (21. November) ein Fall für die Justiz. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts München I verteidigte der Beschuldigte tatsächlich seinen „prophetischen Auftrag“. Auch gab es emotionale Momenten, als das Opfer zu Wort kam.

München – Knapp ein Jahr ist es nun her, als am 28. November des vergangenen Jahres ein Mann (42) in München an der S-Bahnhaltestelle Karlsplatz (Stachus) einen anderen (38) vor eine einfahrende S-Bahn stieß (rosenheim24.de berichtete). Nun wird diese schreckliche Tat seit Montag (21. November) vor der Großen Strafkammer des Landgerichts München I verhandelt.

Opfer überlebte nur schwer: Linkes Bein amputiert

Beschuldigt ist ein 42-Jähriger, der laut unserem Partner-Portal „tz.de“ auf den Namen Abdalla E. hört, welcher nach Ansicht der Staatsanwaltschaft München I einen Mordversuch begangen hat, dabei aber wegen einer psychischen Krankheit schuldunfähig war. Ende November 2021 soll er am Stachus Amahdi N. gezielt vor eine hereinfahrende S-Bahn gestoßen haben. Das alkoholisierte Opfer wurde von dem Zug erfasst und überlebte schwer verletzt. Ihm musste das linke Bein unterhalb seines Knies amputiert werden.

S-Bahn-Schubser hält Opfer für Teufel – und lacht während Ausführung

Der Beschuldigte gab vor Gericht an, er habe in dem 38-Jährigen den „Teufel gesehen, den er umbringen sollte“. Der prophetische Auftrag hierfür sei ihm von „den Gläubigen und Gott“ erteilt worden. Den Unterschied zwischen Gläubigen und Teufeln habe er an der Mund- und Nasenpartie eines Menschen erkannt.

Seit 2016 leidet der in Ägypten geborene Mann der Staatsanwaltschaft zufolge an einer paranoiden Schizophrenie. Kurz vor der Tat habe der Pizza-Bäcker auf die Einnahme seiner Medikamente verzichtet, was seinen psychischen Zustand deutlich verschlechterte habe. Er habe auch bei zwei anderen Gelegenheiten töten wollen, gab der 42-Jährige vor Gericht zu.

Opfer bricht in Tränen aus: „Du hast mir mein Leben genommen“

Bei seinen Ausführungen vor der großen Strafkammer brach der Mann immer wieder in spontanes Lachen aus. Das Opfer, das als Zeuge geladen war, brach in Tränen aus, als er über den Horror-Vorfall berichten muss. Hierbei schrie in Richtung des Beschuldigten: „Du hast mir mein Leben genommen“. Es sind sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

mck/dpa

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