Rettungskräfte befreien Tier in München

Wegen Missverständnisses: Hund sieben Stunden in heißen Kofferraum gesperrt

München - Sieben Stunden befand sich ein Hund in einem aufgeheizten Auto, als ein besorgter Angestellter einer Parkgarage die Polizei rief. 

Am Montag, 11. Juni, gegen 17 Uhr verständigte ein 49-jähriger Beauftragter einer Parkgarage in der Altstadt über den Notruf 110 die Polizei. Er teilte mit, dass sich dort seit mehreren Stunden ein Hund in einem verschlossenen VW befindet. Er mache sich deshalb Sorgen um den Hund

Eine Polizeistreife begab sich daraufhin zur Parkgarage. Als sich die Beamten dem Fahrzeug näherten, bellte der Hund lautstark, beruhigte sich aber wieder schnell und hechelte stark nach Luft. Im Wagen befanden sich weder Futter noch Wasser. 

Der Parkwächter der Parkgarage konnte recherchieren, dass sich der Hund zu diesem Zeitpunkt schon mehr als sieben Stunden im engen Kofferraum des verschlossenen Wagens befand. 

Zwar waren alle Scheiben des Wagens etwa vier bis fünf Zentimeter  geöffnet und das Fahrzeug im Schatten geparkt, dennoch herrschte dort eine Temperatur von etwa 28 bis 30 Grad. Im Fahrzeug konnte durch die Beamten eine noch deutlich höhere Temperatur wahrgenommen werden. 

Mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr München wurde der Hund befreit, indem die Feuerwehr die hintere linke Seitenscheibe einschlug. Der Hund sprang sofort nach dem Einschlagen der Scheibe an das Fenster, um Frischluft zu bekommen. Er wurde erstmal mit genügend Wasser versorgt. Anschließend brachten die eingesetzten Beamten das Tier auf das Altstadtrevier (Polizeiinspektion 11). Dort konnte er mittels Streicheleinheiten schnell beruhigt werden.

37-jähriger Besitzer sichtlich mitgenommen

Gegen 20.45 Uhr kam ein 37-Jähriger zur Polizeiinspektion 11 und gab an, dass es sich um seinen Hund handele. Das Verweilen des Hundes in dem Wagen habe auf ein Missverständnis zwischen ihm und seiner Freundin basiert. 

Diese habe, entgegen der ursprünglichen Absprache, doch die öffentlichen Verkehrsmittel anstelle des Autos genutzt. Die Freundin war wiederum der Annahme, dass der 37-Jährige den Hund bei sich hat. 

Der Hundehalter war sichtlich mitgenommen und gleichzeitig sehr erleichtert, dass sein Hund keine bleibenden Schäden davon getragen hat. Der 37-Jährige war sehr einsichtig und bedankte sich bei allen Einsatzkräften. Es wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance / Stephan Jansen/dpa (Symbolbild)

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