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Ehrung für Spitzensportler

Innenminister Joachim Herrmann verleiht „Bayerischen Sportpreis 2022“

Sportminister Joachim Herrmann verleiht „Bayerischen Sportpreis 2022“ an bayerische Spitzensportler.

Die Meldung im Wortlaut:

München - Seit 2002 zeichnet der Bayerische Ministerpräsident alljährlich bedeutende bayerische Sportlerinnen und Sportler mit dem Bayerischen Sportpreis für herausragende Verdienste und beispielhafte Initiativen im Bereich des Sports in verschiedenen Kategorien aus. In diesem Jahr wird der Preis in sieben verschiedenen Kategorien zuzüglich des Persönlichen Preises des Bayerischen Ministerpräsidenten vergeben. Mit der Preisverleihung am

Samstag, den 22. Oktober 2022 um 19:00 Uhr

im Auditorium der BMW Welt, Am Olympiapark 1,

80809 München,

würdigt die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch Bayerns Sportminister Joachim Herrmann, Athleten aus dem Freistaat für Ihre herausragenden Leistungen. Die Preisträgerinnen und Preisträger, oft Vorbilder für ganze Generationen und weltweit angesehen, wurden von einer Jury vorgeschlagen, deren Vorsitzender Sportminister Herrmann ist.

Sie werden in folgenden Kategorien ausgezeichnet:

1. Herausragende Bayerische Sportkarriere

Den Preis Herausragende Bayerische Sportkarriere“ als Auszeichnung für sportliche Höchstleistungen und überragende und nachhaltige Verdienste um den Sport und für Bayern erhalten in diesem Jahr drei höchst erfolgreiche bayerische Wintersportler. Die Rennrodlerin Natalie Geisenberger ist die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin der Geschichte und erfolgreichste Rennrodlerin der Welt. Bei olympischen Spielen gewann sie sechs Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Außerdem ist sie neunfache Weltmeisterin und hält mit 52 Einzelsiegen den Rekord bei den Frauen. Auch Tobias Wendl und Tobias Arlt, die bereits seit 2005 zusammen im Rennrodel-Doppelsitzer fahren, haben bei olympischen Spielen sechs Goldmedaillen gewonnen. Mit zusätzlich neun Weltmeistertiteln gehören sie zu den erfolgreichsten Rennrodlern weltweit.

2. Herausragende Förderung des Sports

Der Triathlon in Roth zählt zu den traditionsreichsten und bestbesetzten europäischen Veranstaltungen über die Langdistanz. Den Sportpreis in der Kategorie „Herausragende Förderung des Sports“ erhalten die Stadt und der Landkreis Roth sowie die Familie Walchshöfer als gemeinschaftliche Preisträger für die Organisation des seit 1984 in Roth bestehenden Triathlons. Ohne das „TEAM Challenge“ und seine unzähligen freiwilligen Helfer, ohne den Einsatz und die Zusammenarbeit aller vor Ort Mitwirkenden der Region wäre diese jährlich wiederkehrende Sportgroßveranstaltung im Triathlon nicht durchführbar.

3. Jetzt-erst-recht-Preis

Der „Jetzt-erst-recht-Preis“ geht an der Para-Surfer Ben Neumann. Der 17-jährige ist seit seinem 7. Lebensjahr blind – dennoch hat er bei seinem Debüt bei den Weltmeisterschaften im Para-Surfen in Pismo Beach in Kalifornien sensationell die Bronzemedaille gewonnen.

4. Außergewöhnliche Sportmomente

Der Preis in der Kategorie „Außergewöhnliche Sportmomente“ geht an Alexandra Burghardt. Sie ist eine bayerische Sprinterin und deutsche Doppel-Meisterin 2021 über 100 und 200 Meter. Burghardt hatte im Winter mit einem olympischen Kunststück für Aufsehen gesorgt, als sie ein halbes Jahr nach ihrer Teilnahme an den olympischen Sommerspielen in Tokio als Leichtathletin auch bei den Winterspielen in Peking an den Start ging. Dort gewann sie als Anschieberin von Mariama Jamanka im Zweierbob die Silbermedaille. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in den USA ging sie heuer dann wieder mit der 4x100 Meter-Staffel an den Start und gewann die Bronzemedaille. Bei den European Championships in München holte sie sogar die Goldmedaille mit der 4x100-Meter-Staffel.

5. Sonderpreis Sportler mit Herz!

Auf Initiative des ehemaligen Biathlon-Olympiasiegers Jens Steinigen wurde im März 2022 mit weiteren Sportlern und Sportlerinnen, wie zum Beispiel dem Rennrodler Felix Loch, der Biathletin Maren Hammerschmidt und anderen, in Traunstein der Verein „Athletes for Ukraine e. V.“ gegründet. Der Verein, der den Sonderpreis in der Kategorie „Sportler mit Herz!“ erhält, verfolgt mehrere Ziele: Spenden sammeln und mit diesen Spenden den Opfern des Krieges helfen (humanitäre und finanzielle Hilfe, Hilfsprojekte). Er unterstützt auch geflüchtete ukrainische Sportler, damit diese weiterhin ihren Sport ausüben können. Und er verbindet weltweit Athleten miteinander und setzt damit ein Zeichen gegen den Krieg und für Frieden und Solidarität. Der Verein bringt außerdem den Krieg bei allen internationalen Sportveranstaltungen weltweit ins Bewusstsein. Und er kümmert sich darum, ukrainische Flüchtlingskinder an ihren Fluchtorten so schnell wie möglich in den Sport zu integrieren.

6. Bayerischer Sommertraum des Jahres

Die in Bamberg wohnende Gina Lückenkemper hat mit ihren Auftritten die Zuschauer bei der Heim-Europameisterschaft in München begeistert und sich damit den Preis in der Kategorie „Bayerischer Sommertraum des Jahres“ verdient. Die auf Sprint spezialisierte deutsche Leichtathletin hatte bereits im Juli bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in den USA mit der 4x100 Meter Staffel die Bronzemedaille geholt. Bei den European Championships 2022 in München setzte sie sich beim 100 Meter Sprint durch und lief sensationell zu Gold. Damit ist Lückenkemper die schnellste Frau Europas. Mit der Sprintstaffel der Frauen rannte Lückenkemper bei den European Championships zu ihrer zweiten Goldmedaille und sorgte damit gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen für einen krönenden Abschluss der Leichtathletik-EM.

7. Bayerische Sportgeschichte

Den Preis in der Kategorie „Bayerische Sportgeschichte“ bekommt Peter Schlickenrieder, der genau 20 Jahre nach seinem eigenen größten sportlichen Erfolg auf besondere Art Sportgeschichte geschrieben hat: 2002 hatte er die Silbermedaille im Langlauf-Sprint bei den olympischen Winterspielen in Salt Lake City erlaufen. Zwei Jahrzehnte später gewannen die Langlaufdamen mit Peter Schlickenrieder als Bundestrainer bei den olympischen Winterspielen in Peking überraschend die Silbermedaille in der Damen-Langlaufstaffel und sensationell die Goldmedaille im Team-Sprint.

8. Persönlicher Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten

Der persönliche Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten geht an den Fußballer Thomas Müller, der mit dem erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Saison 2021/2022 mit dem FC Bayern München einen Rekord aufgestellt hat: Er feierte damit seine elfte Meisterschaft – kein Spieler in der 59-jährigen Bundesliga-Geschichte gewann bisher so viele Meisterschaften. Mit insgesamt 31 Trophäen ist er einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten.

Pressemeldung des Bayerischen Innenministerium

Rubriklistenbild: © Matthias Balk

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