Pädagogische Bereicherung statt "kommerzieller Bespaßung"?

Münchener Grüne wollen Schülern "Wiesn-frei" geben

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München - Sollen die Münchener Schüler einen Tag frei bekommen, um die Wiesn besuchen zu können? Ja, sagen die Grünen und die Rosa Liste. Das ist ihre Begründung:

Einen etwas skurrilen Antrag stellte die Fraktion der Grünen und der Rosa Liste an den Münchener Stadtrat. Sie fordern, dass die Schulen allen Schülern während des Oktoberfestes einen Unterrichts- und Hausaufgaben-freien-Nachmittag gewähren.

Natürlich nicht, um sich tiefer mit der bayerischen Braukunst zu befassen, sondern um ein pädagogisches Programm für Kinder wieder aufleben zulassen, geht es aus dem Antrag hervor. So soll den auch den Jüngsten vermitteln, dass das Oktoberfest eigentlich ein fester Bestandteil bayerischer Kultur ist und nicht nur „kommerzielle Bespaßung“.

Überlastete Schüler?

Gleichzeitig seien die Schüler durch die hohen Anforderungen an den Schulen derart eingespannt, dass sie kaum noch Freizeit hätten. Außerdem ließe sich „Heimatkunde“ auf der Theresienwiese viel anschaulicher und interessanter gestalten, als im „theoretischen Unterricht“ im Klassenzimmer. 

Wie genau der „Wiesn-Tag“ aussehen soll, wird in dem Antrag nicht geklärt. Für eine pädagogische Maßnahmen sollten auf jeden Fall Lehrer oder andere Fachkräfte die Schüler begleiten. Nicht, dass die Verführungen auf der Wiesn zu groß werden. Immerhin sind die Bayern zum vierten Mal infolge deutscher Meister im Bierkonsum. Knapp 23 Millionen Hektorliter flossen hier im Jahr 2017. Dicht gefolgt von Westfalen, dort waren es 22 Millionen Hektorliter. 

kil mit Material der Grünen Stadtratsfraktion München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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