Polizei am Hauptbahnhof München

Keine Masken aber dafür reichlich Aggressionen - Zwei Vorfälle und zwei Verletzte

München – Zwei Vorfälle mit Personen ohne Mund-Nasenbedeckung im Hauptbahnhof beschäftigten zuletzt die Bundespolizei. Am Dienstagabend (8. September) kam es in einem Ladengeschäft zu Streitigkeiten mit Schlägen und Tritten mehrerer alkoholisierter Personen und einem verletzten 27-Jährigen. Bei Hausrechtsmaßnahmen durch DB-Sicherheitsmitarbeiter wurde am Mittwochnachmittag (9. September) ein 50-Jähriger verletzt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Ein 33-jähriger Türke betrat zusammen mit einer 25-Jährigen und einem weiteren 33-Jährigen (beide Deutsche) am Dienstag gegen 22.20 Uhr ein Ladengeschäft im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofes München. Ein Mitarbeiter wies den Türken auf seine fehlende Mund-Nasenbedeckung hin, woraufhin es aus bisher ungeklärten Gründen zu Handgreiflichkeiten mit der 25-jährigen aus Wolfratshausen und deren 33-jährigen Begleiter aus Perlach kam. Dabei kam es zu wechselseitigen Schlägen und Tritten. Das T-Shirt des 33-jährigen Deutschen wurde dabei beschädigt. Der 33-Jährige ohne Maske war an der körperlichen Auseinandersetzung nicht beteiligt.

Der 27-jährige Mitarbeiter des Ladengeschäftes erlitt Verletzungen an der Stirn, eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig. Alle anderen Personen blieben unverletzt. Während der Mitarbeiter nicht alkoholisiert war, wurden bei den anderen drei Personen Atemalkoholwerte von 0,26 bis 0,82 Promille gemessen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzungen eingeleitet.

Ohne Mund-Nasen-Maske aber dafür mit Alkohol am Hauptbahnhof unterwegs - Trotz Hausverbot

Ein 50-jähriger Ire hielt sich trotz Hausverbot im Hauptbahnhof München auf. Er trug keine Mund-Nasenbedeckung und konsumierte - trotz Verbotes - Alkohol. Eine Streife der Deutsche Bahn Sicherheit verwies ihn deswegen des Hauptbahnhofes. Auf dem Weg zum Ausgang kam es zu verbalen Auseinandersetzung sowie Beleidigungen gegenüber den DB-Mitarbeitern.

Am Ausgang Arnulfstraße soll ein DB-Mitarbeiter den 50-Jährigen gestoßen haben. Dieser fiel zu Boden und verletzte sich am Kopf. Er klagte über Kopfschmerzen und eingeschränktes Sehvermögen, weswegen er vom alarmierten Rettungsdienst in eine Münchner Klinik verbracht wurde. Über die Verletzungen des Mannes ist noch nichts bekannt.

Den Iren erwarten nun Strafanzeigen wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch und gegen den 49-jährigen DB-Mitarbeiter ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Der 33-jährige Türke und der 50-jährige Ire werden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an das Kreisverwaltungsreferat München gemeldet.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch picture-alliance/ dpa

Kommentare