Angriff an Münchener Bahnhof

Kinder bewerfen Bauarbeiter mit Steinen

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München - Eine Gruppe Jugendlicher hielt sich am Mittwoch auf einem Bahngelände in München auf. Ein Bauarbeiter verwies sie des Geländes. Daraufhin wurde er mit Steinen beworfen.

Gegen 17.15 Uhr stellte ein 26-jähriger Bauarbeiter, der im Auftrag der Deutschen Bahn auf dem Bahngelände im Bereich der Richelstraße an der Donnersberger Brücke tätig war, eine Gruppe Kinder und Jugendlicher fest, die sich dort unberechtigterweise aufhielten.

Als der Mann die zehn Buben des Bahngeländes verwies, griffen fünf von ihnen zu Steinen und bewarfen den Bauarbeiter damit. Die Steine verfehlten zwar den 26-Jährigen, dafür ging jedoch eine Fensterscheibe eines Bahngebäudes zu Bruch. Der Bauarbeiter rief die Polizei. Streifen der Bundespolizei konnten die zehn Kinder bzw. Jugendliche feststellen und nahm diese mit zur Dienststelle am Hauptbahnhof. Von dort wurden die Erziehungsberechtigten informiert, die nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihre Sprösslinge "gebührend" in Empfang nahmen.

Ein Wiederholungstäter war dabei

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass einer der Buben, allesamt zwischen 12 und 14 Jahren und in Neuhausen wohnend, bereits am Vormittag desselben Tages schon einmal bei der Bundespolizei gewesen war. Wegen eines Diebstahls war zu einem Präventionsgespräch geladen. Ein solches Gespräch wird in der Regel nach einem Fehlverhalten mit Personen geführt, um ein solches in der Zukunft möglichst zu vermeiden.

Insgesamt, sagte der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion München, Kriminaloberrat Henning Quantmeyer, der sich selbst ein Bild von den zehn Buben machte, "war bei allen recht wenig Unrechtsbewusstsein zu erkennen." Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung wurden von der Bundespolizei Ermittlungen eingeleitet.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München

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