Münchner Beamte appellieren an Vernunft

Laute Musik, Lärm und Unmengen an Müll  - 400 Einsätze für Polizei

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"Der Tag danach" - diese Bild stammt von Freitagmorgen, 26. Juni. Am Vorabend haben wohl feiernde Bürger ihren Müll einfach liegen gelassen.

München - Seit Mittwoch, 17. Juni sind in Bayern wieder Treffen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum erlaubt. Auch Veranstaltungen mit 100 Personen in Außenbereichen sind zugelassen. Das sorgte vor allem in der Landeshauptstadt bereits für ordentlich Ärger. 

Allein am vergangenen Wochenende musste das Polizeipräsidium München über 400 Einsätze wegen über 1.000 gemeldeter Ruhestörungen fahren. Speziell im Englischen Garten und am Gärtnerplatz versammelten sich teilweise mehrere Hundert Personen gleichzeitig, um zu "feiern". 

Auch in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag und Donnerstag auf Freitag mussten die Beamten weit nach Mitternacht Versammlungen und Partys auflösen. 

München: Lärm und Müll im Englischen Garten

Die Münchner Polizei habe Verständnis, dass es aufgrund des sommerlichen Wetters viele Münchnerinnen und Münchner in die Grünanlagen,an die Isar und auf zentrale Plätze in der Stadt zieht, jedoch müsse man bestimmte Regeln einhalten. 

Denn neben lauter Musik und anderem Lärm hinterlassen die Besucher oft Unmengen an Müll. 

In diesem Zusammenhang weist die Polizei München in einer Pressemeldung darauf hin, "die Nachtruhe zu berücksichtigen und vor allem auf das Abspielen lauter Musik und anderen Lärm zu verzichten. Unter Rücksicht auf Natur und alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sollte zudem kein Müll liegen gelassen, sondern ordentlich entsorgt werden. Außerdem sind weiterhin die erforderlichen Mindestabstände und Regelungen im Hinblick auf den Infektionsschutz zu beachten".

Polizei: "Nehmt Rücksicht, hinterlasst die Grünflächen sauber und denkt auch an die Abstände"

Ein Facebook-Post des Polizeipräsidiums mit einem entsprechendem Bild verdeutlich den Ernst der Lage. Auf einem Bild vom Englischen Garten, welches am Freitagmorgen aufgenommen wurde,

sind zahlreiche Flaschen, Plastiktüten und anderer Müll zu sehen

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Mit dem Beitrag möchten die Beamten die Bevölkerung nochmals sensibilisieren und einen Appell an die Bürger richten:  

"Gemütlich zusammensitzen und feiern ist das eine.

Den Englischen Garten und das Isarufer zu vermüllen und dabei so laut Musik zu hören, dass wir allein am letzten Wochenende über 1000 Anrufe wegen Ruhestörung erhielten und deshalb über 400 Einsätze fahren mussten, das andere.

Die Clubs sind zu und wir verstehen, dass Ihr feiern wollt.

ABER: Nehmt Rücksicht, hinterlasst die Grünflächen sauber und denkt auch an die Abstände.

Zeigt, dass es auch anders geht. Anwohner, Natur und auch wir werden es Euch danken."

Reaktionen auf Facebook

Unter dem Post äußerten bereits sehr viele User ihren Unmut und zeigen für das Verhalten der "Feiernden" wenig Verständnis. So schreibt eine Frau: "unglaublich! Es ist wirklich beschämend, dass man sich so verhält". Viele andere vermuten, dass vor allem junge Mitmenschen dafür verantwortlich seien: "Aber Hauptsache dann bei `Fridays for future´ stehe n und für den Umweltschutz demonstrieren." - "Keine Erziehung, kein Respekt, kein Anstand - die Mitmenschen und die Natur müssen nun darunter leiden."

mz

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