Täter ermittelt

Lehrerin verhindert Brand

München - Das hätte schiefgehen können: Durch ihr beherztes Eingreifen verhinderte eine Lehrerin einen Brand in einer Schule. Die jugendlichen Brandstifter hatten aus "Langeweile" gehandelt.

Am Montag, den 9. April, verständigte die Rektorin einer Schule in der Innenstadt die Polizei, da in einem Einbauschrank im Küchenbereich der Schule durch eine aufmerksame Lehrerin zwei brennende Kerzen entdeckt worden waren. 

Das Einlegebrett in dem Schrank war bereits stark angekokelt. Die Lehrerin löschte die Kerzen und verständigte vorsorglich die Feuerwehr, die mittels einer Wärmebildkamera feststellte, dass keine Brandgefahr mehr vorlag. 

Nur dem Zufall, dass der Einbauschrank in einer dunklen Nische steht und die Lehrerin durch einen Spalt zwischen den beiden Schranktüren ein Flackern wahrnahm, ist es zu verdanken, dass kein größerer Brand entstand. Die Kerzen wurden am Ende einer Kochstunde entdeckt, der nächste Unterricht in der Küche hätte erst zwei Stunden später begonnen.

Täter konnte ermittelt werden

Es entstand ein Schaden in Höhe von ca. 500 Euro. Am Dienstag, 10. April, suchten Beamte die Schule auf und befragten sechs zur Brandzeit im Küchenbereich unterrichtete Schüler. Nachdem anfangs niemand etwas bemerkt oder getan haben wollte, konnten schließlich zwei der Schüler der Tat überführt werden. 

Motiv: Langeweile

Es handelt sich dabei um ein 15-jähriges Mädchen, das die beiden Kerzen anzündete und angab, dass sie hierzu von einem 14- jährigen Mitschüler angestiftet worden sei. Als Motiv gaben sie an, aus Blödsinn gehandelt zu haben, weil ihnen langweilig war. 

Sie dachten, dass die Kerzen irgendwann von alleine ausgehen würden; mit einem Brand hätten sie nicht gerechnet. Gegen die beiden Jugendlichen wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Brandstiftung eingeleitet.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

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