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Kurioser Einsatz für die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof

Mann (27) ist die „Nummer Eins“ – und für ihn ist „alles kostenlos“ in Deutschland

Am Montag (15. August) wurde der Bundespolizei ein 27-jähriger Ladendieb gemeldet, der am Münchner Hauptbahnhof versuchte Lebensmittel zu entwenden. Doch das sollte nicht der einzige Kontakt an diesem Tag bleiben.

München – Zu einem kuriosen Einsatz der Bundespolizeiinspektion München kam es am Montagmorgen gegen 9.25 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. In einem Einkaufsgeschäft im Zwischengeschoss versuchte ein 27-jähriger Somalier zunächst Lebensmittel (Mineralwasser, Limonade, Wraps, Fleischbrötchen, Energydrink, Spinattasche) im Wert von 28,38 Euro zu entwenden.

Allerdings konnte er sich vor den aufmerksamen Augen eines Mitarbeiters nicht unbemerkt davon machen, sodass er auf frischer Tat ertappt wurde. Neben den unbezahlten Lebensmitteln hatte er sich vor Ort auch noch einen Kaffee gegönnt, der natürlich ebenfalls nicht bezahlt wurde. Angesprochen auf sein Fehlverhalten entgegnete der Mann, dass er das immer so macht und für ihn alles kostenlos sei. Daraufhin verständigte der Mitarbeiter die Bundespolizei.

Übeltäter schlägt erneut zu

Doch der Übeltäter sollte nicht zur Ruhe kommen und schlug nicht einmal eine Stunde nach der Entlassung aus dem Polizeigewahrsam, erneut zu. Dieses Mal hatte er sich einen anderen Einkaufsladen im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs ausgesucht, wo er weitere Lebensmittel im Gesamtwert von 26,43 Euro (Sushi, Bio Garnelen, Wraps und Limonade) versuchte zu stehlen.

Für die „Nummer Eins“ ist „alles kostenlos in Deutschland“

Bei einer erneuten Anzeigenabarbeitung fielen den Beamten 31 Fahrpreisnacherhebungen in die Hände, die der Somalier im Gepäck mit sich geführt hatte. 23 davon tatsächlich seit Ende Juli ausgestellt durch die Deutsche Bahn und acht weitere durch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen. Hierbei handelte es sich um Fahrten durch ganz Deutschland. Die weiteren Ermittlungen der Bundespolizisten ergaben zudem sechs weitere Fahrten ab Mitte Mai. Die Schadenssumme aller Fahrten beläuft sich auf satte 3.710,90 Euro – doch bezahlt wurde bislang nichts.

Auf jeder der Fahrpreisnacherhebungen war zudem eine Adresse in Kassel eingetragen, an der der 27-Jährige längst nicht mehr wohnte, womit er den Tatbestand des Betruges verwirklichte. Die aktuellste Fahrpreisnacherhebung war vom Tattag 15. August 2022. Da war er von Hamburg in die bayerische Landeshauptstadt gefahren, ohne die, für die Zugfahrt erforderlichen 145 Euro zu entrichten. Dafür hatte er aber erneut eine kuriose Begründung parat: Er sei die Nummer 1 und deshalb für ihn in Deutschland alles kostenlos, darunter auch eben jene Zugfahrten – versteht sich. Weitere Angaben wollte er aber keine machen.

Kostenfreie Fahrt zur Haftanstalt

Der bereits mehrfach polizeilich auffällig gewordene Mann erweckte, unter anderem durch dauerhaftes Lachen, den Eindruck, dass er die Maßnahmen der Bundespolizei nicht ernst nimmt. Alkohol- oder drogentypische Ausfallerscheinungen wies er nicht auf. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine „für ihn, wie alle anderen kostenfreie“ Haftrichtervorführung für den heutigen Tag angeordnet. Die Fahrt zur Haftanstalt war für ihn ebenso kostenfrei, wie Kost und Logis in der Haftanstalt.

Bundespolizeiinspektion München/mck

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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