Polizei München findet verräterische Spuren

Aus dem Nichts: Mann stoppt Auto und attackiert Fahrer mit Beil

Schwabing/München - Unfassbare Szenen hatten sich am Sonntag in (8. März) in Schwabing abgespielt. Völlig unvermittelt trat ein Mann auf die Straße und attackierte einen Autofahrer. Nach anfänglicher Flucht konnte die Polizei nun ermitteln. 

Ohne ersichtlichen Grund hat am späten Sonntagnachmittag ein 34-Jähriger in Schwabing ein Auto angehalten und mit einem Hackebeil auf den Fahrer eingeschlagen. Nach der Tat konnte der Mann zunächst flüchten. Die Polizei konnte ihn anhand von Fingerabdrücken auf der Motorhaube inzwischen ermitteln und festnehmen. 


Am Sonntag gegen 17 Uhr befuhr das spätere Opfer, ein 33-jähriger Münchner, gemeinsam mit seiner Ehefrau in seinem Honda die Gernotstraße in Richtung Mittlerer Ring. An der Kreuzung zur Burgunderstraße musste er mit seinem Fahrzeug anhalten - unvermittelt war ein Fußgänger auf die Straße gelaufen. Der Mann begann, mit den Händen auf die Motorhaube des Autos zu schlagen.

Daraufhin stieg der 33-Jährige aus, um die Situation mit dem Unbekannten zu klären. Es kam zum Streit, in dessen Verlauf der Fußgänger mit einem Gegenstand - laut Zeugen eine Art Hackebeil - gegen die linke Kopfseite des 33-Jährigen schlug. Der Münchner erlitt dadurch eine stark blutende Wunde.


Fingerabdrücke auf Motorhaube überführen Täter

Im Anschluss an die Tat flüchtete der bis dahin unbekannte Täter. Der Verletzte wurde durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Nach einer Operation befindet er sich weiterhin in stationärer Behandlung. Er hat laut Polizeibericht keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten. Die Ehefrau, die die Tat vom Beifahrersitz aus mit ansehen musste, war nicht attackiert worden.

Die Mordkommission nahm sich des Falls an - mit Erfolg. Am späten Montagnachmittag (9. März), so teilt das Polizeipräsidium mit, „erhärtete sich nach intensiven Ermittlungen ein erster Tatverdacht gegen einen 34-jährigen Iraker mit Wohnsitz in München“. Auf der Motorhaube hatte man Fingerabdrücke sichergestellt - einer von ihnen konnte dem 34-Jährigen zugeordnet werden.

Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I erließ die zuständige Ermittlungsrichterin am Abend des Montag einen Haftbefehl wegen des versuchten Mordes gegen den 34-jährigen Iraker. Am Dienstag kurz nach 12 Uhr konnte der Flüchtige dann im Münchner Stadtgebiet festgenommen werden.

mh/Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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