Nach Tierquälerei in München verurteilt

Mann quält seinen Hund mit Schlägen und Trockenshampoo

München - Weil seine Hündin ihr Geschäft wiederholt im Auto erledigt hatte, rastete ein Mann völlig aus. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.

Geschlagen, gewürgt und mit Trockenshampoo gequält. Auf diese Weise soll ein Münchener seinen Hund Ende Juli vergangenen Jahres misshandelt haben.

Anlass für das Verhalten des 46-jährigen Mannes ist, dass die Mischlingshündin zum wiederholten Mal ihr Geschäft im Auto verrichtet hatte, wie das Amtsgericht München am Montag mitteilte. Daraufhin hielt der Fahrer an und holte den Hund aus dem Kofferraum, wie tz.de und Abendzeitung berichten.

"Aus Verärgerung packte der Hundehalter das Tier mit beiden Händen an der Kehle, würgte es, sodass es vor Schmerzen laut aufjaulte, und schüttelte es. Sodann holte er mit der Faust aus und schlug den Hund zweimal mit Wucht. Anschließend sprühte er dem Hund aus einer Entfernung von dreißig Zentimetern gezielt Trockenshampoo ins Gesicht“, schilderte das Gericht.

Und begründete: Der Angeklagte sei mit seinem Hund am 17. November 2016 im Veterinäramt erschienen. Der Hund habe im Sprechzimmer Kot abgesetzt, was äußerst ungewöhnlich sei. Der Hund habe einen unausgeglichenen und ungezogenen Eindruck gemacht. Sie habe nicht den Eindruck gehabt, dass der Angeklagte den Hund im Griff habe.

Zeugen informierten nach dem Vorfall im Juli 2016 die Polizei. Nun hat sich der Mann vor Gericht verantworten müssen und ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.350 Euro verurteilt worden. Dabei berücksichtigte die Kammer, dass der 46-Jährige Hartz IV bezieht und finanziell von seiner Mutter unterstützt wird.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hund hat keine bleibenden körperlichen Schäden behalten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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