Ostermesse in München

Mann löst Massenpanik in der St.-Pauls-Pfarrkirche aus - 24 Verletzte

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München - Ein Mann rief unverständliche Worte in einer orthodoxen Kirche in Ludwigsvorstadt. Die Besucher flüchteten daraufhin aus dem Gotteshaus. 26 Personen verletzten sich minimal.

Update, 19.30 Uhr - Pressemeldung Polizei München

Am Samstag, den 20. April, gegen 21.33 Uhr störte ein Mann die Ostervesper der kroatisch katholischen Gemeinde München in der St.-Pauls-Kirche. Er betrat die Kirche durch den Haupteingang, während er gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte rief. 

Zudem soll er mehrere Steine im Kirchenraum geworfen haben. Ob der Beschuldigte tatsächlich „Allahu Akbar“ gerufen hat, oder es sich hierbei um eine Fehlinformation handelt, wird derzeit noch geprüft. Einige Messebesucher verließen daraufhin fluchtartig die Kirche. 

Daraufhin folgten ihnen weitere Besucher in Richtung der Ausgänge. Hierbei verletzten sich nach derzeitigem Stand neun Personen leicht. Davon wurden vier Personen zur weiteren Abklärung in Münchener Krankenhäuser transportiert. Der Mann wurde zunächst durch Gottesdienstbesucher festgehalten und schließlich durch Polizeikräfte festgenommen. Es handelt sich bei ihm um einen 36-Jährigen Somalier. Gegen den Mann wurde zwischenzeitlich Haftbefehl unter Anderem wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und versuchter gefährlicher Körperverletzung erlassen. Für die Dauer der Messe betreute die Münchener Polizei Zeugen des Vorfalls im Bereich des Gotteshauses. Bei dem Mann wurden keine pyrotechnischen Gegenstände und Waffen gefunden. Die Ermittlungen führt derzeit das Kommissariat 45.

Pressemeldung Polizei München

Update, 11 Uhr - Bilder vor Ort

Nachdem ein Mann gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte von sich gab, flüchteten die Messebesucher aus der St.-Pauls-Pfarrkirche in der Ludwigsvorstadt. Es sollen sichetwa 500 Personen in der Kirche befunden haben, wie unser Partnerportal tz.de berichtet. Der Bavariaring sei anschließend aufgrund der zahlreichen Einsatzfahrzeuge für etwa zwei Stunden gesperrt gewesen.

Mann ruft unverständliche Worte - Kirchenbesucher flüchten sofort

Ein Video zeigt die dramatischen Momente nach der Festnahme.

Erstmeldung

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Samstag, den 19. April gegen 21.33 Uhr, störte ein offensichtlich geistig verwirrter Mann die orthodoxe Messe in der St.-Pauls-Pfarrkirche in der Ludwigsvorstadt. Er rief gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte, wodurch sich die Messebesucher, die sich in Hörweite befanden erschraken. 

Einige dieser Gottesdienstbesucher verliessen daraufhin fluchtartig die Kirche. Durch dieses Verhalten animiert folgten ihnen weitere Besucher in Richtung Ausgänge. Aufgrund der unkontrollierten Reaktionen mehrerer Menschen gleichzeitig, erlitten etwa 24 Personen minimale Verletzungen, konnten aber nach ambulanter Behandlung vor Ort weiter am Gottesdienst teilnehmen. 

Der Mann wurde durch zuvor eingetroffene Polizeikräfte in der Kirche gestellt und festgenommen. Für die Dauer der Messe betreute die Münchener Polizei Zeugen des Vorfalls im Bereich des Gotteshauses. Nach dem jetzigen Ermittlungsstand ging von dem Mann keine Gefahr für den Gottesdienst oder dessen Besucher aus.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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