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Gefahrgut sollte für Filmdreh nach Indien transportiert werden

Das wird teuer! Mann mit über 8.500 Schuss Munition am Gleis gestoppt

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München - Beamte der Bayerischen Landespolizei konnten bereits am Donnerstagmorgen (29. März) am Hauptbahnhof München einem 46-Jährigen 8.650 Schuss Munition abnehmen und sicherstellen. Diese war ohne die erforderliche Gefahrgutdeklaration und widerrechtlich in einem Personenzug von Wien nach München transportiert worden.

Gegen 7.50 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion 16 am Gleis 22 des Münchner Hauptbahnhofes einen 46-jährigen Inder. Der der deutschen Sprache nicht Mächtige führte einen augenscheinlich äußerst schwer wirkenden Handgepäckkoffer mit sich. Er war mit dem Nightjet 462 aus Wien gekommen und nach ersten eigenen Angaben unterwegs nach Paris.

In der Wache der PI 16 wurden bei der Durchsuchung des 48,5 Kg schweren Koffers verschiedene Packungen mit Munition entdeckt. Es handelte sich um 167 Pakete Knallpatronen und drei Pakete Tierabwehrpatronen.

Ermittlungen ergaben, dass der Inder im Auftrag eines Österreichers die Munition nach Paris verbringen und dort der Weitertransport mittels Flugzeugs nach Indien erfolgen sollte. Die Munition war dort für eine Filmproduktion vorgesehen.

Statt 150 Euro Verdienst nun über 2.000 Euro Strafe

Der Inder handelte der Beförderungsrichtlinie der Deutschen Bahn AG, Nr. 7.2.1, zuwider. Danach darf in einem Personenzug kein Gefahrgut befördert werden! Die Bundespolizei übernahm zuständigkeitshalber die Sachbearbeitung sowie die sichergestellte Munition.

Da der ermittelte 37-jährige Eigentümer aus Österreich die Munition nicht wie vereinbart abholte, wurden die 8.650 Patronen mittlerweile von Spezialkräften der Bundespolizei übernommen. Sie werden nun adäquat gelagert.

Gegen den Inder, der für den Transportauftrag lediglich 150 Euro erhalten hatte, wird nun wegen Verdachts des Verstoßes gegen die Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern (GGVSEB) ermittelt.

Für die nicht ordnungsgemäße Verpackung, die Nichtanbringung erforderlicher Gefahrgutzettel sowie der UN-Nummer und wegen der fehlenden Stoffbezeichnung wird voraussichtlich ein Bußgeld in Höhe von 2.300 Euro fällig.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion München

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