Erfolgreiche Fahndung nach Fußballl-Fans

Mann (21) als "Transe" beschimpft und verprügelt: Tatverdächtige identifiziert

München - In der U6 stadtauswärts kam es am Samstag zu einer gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zwischen vier Fußballfans und einem Fahrgast. Nachdem die Polizei Bilder veröffentlicht hat, wurde Tatverdächtige festgenommen

Update, 10. Juli, 15.37 Uhr - Tatverdächtige festgenommen

Die Münchner Polizei veröffentlichte am Sonntag, den 7. Juli, Bilder eines Videos der vier Täter, die im Dezember vergangene Jahres einen 21-Jährigen in einer Münchner U-Bahn beleidigt und verprügelt haben. Am Dienstag, den 9. Juli, teilen die Ermittler über Twitter mit, dass die Tatverdächtigen identifiziert werden konnten. 


Vier Fans des 1. FC Nürnberg beleidigten im Vorfeld des Spiels gegen den FC Bayern München einen jungen Mann unter anderem als "Transe". Im Anschluss schlugen sie den 21-Jährigen mit einer Bierfalsche an den Hinterkopf, der dadurch zu Boden ging und schwer verletzt wurde.


Erstmeldung

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Wie bereits berichtet, kam es am 08. Dezember gegen 14.20 Uhr in einer U-Bahn, die sich auf dem Weg zum Fußballstadion in Fröttmaning befand, zu einer gefährlichen Körperverletzung und einer Beleidigung.

Vier Fußballfans, die augenscheinlich Fans vom 1. FC Nürnberg waren, sangen laut. Ein 21-Jähriger aus Bremen bat die vier Personen, leiser zu sein. Daraufhin wurde er von ihnen beschimpft und als „Transe“ beleidigt. Möglicherweise war eine LGBT-feindliche Motivation dafür verantwortlich. 

Nach der Einschätzung des Geschädigten könnte die Beleidigung aufgrund einer von ihm mitgeführten Handtasche erfolgt sein. Im weiteren Verlauf wurde er von den Tatverdächtigen geschlagen und dabei verletzt. Am U-Bahnhof Universität zogen zwei Zeugen den Verletzten aus der U-Bahn. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Durch den Ermittlungsrichter beim Amtsgericht München wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I ein Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erlassen. Die veröffentlichen Fotos der Tatverdächtigen wurden von dem Geschädigten gemacht. 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance / Armin Weigel/ (Symbolbild)

Kommentare