Montag auf dem S-Bahnhof Marienplatz

So wurden zwei junge Touristen in München zu Lebensrettern

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München - Zu Lebensrettern wurden am Montag zwei Touristen an der S-Bahnstation Marienplatz. Sie sprangen ins Gleis und hoben einen 78-Jährigen aus dem Gleisbett, in das er zuvor gestürzt war.

Zu wahren Lebensrettern wurden am Montagvormittag zwei junge Touristen in München. Wie die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite berichtet, war ein 78-Jähriger in den Gleisbereich gestürzt. 


Zwei aufmerksame junge Touristen eilten dem Mann sofort zu Hilfe. Sie tätigten den Feuermelder wohl in der Annahme, dass ein Feueralarm den einfahrenden Zug stoppen würde. Dies ist laut Feuerwehr jedoch nicht der Fall, ein Druckknopfmelder dient vorerst nur der Alarmierung der Feuerwehr. Im Anschluss sprangen die beiden ins Gleis und hoben den hilflosen Mann auf den Bahnsteig.

Aufgrund der Einfahrgeschwindigkeit der S-Bahn begeben sich Personen im Gleisbereich immer in höchste Lebensgefahr - hier hatten die Jugendlichen einfach Glück, dass gerade kein Zugverkehr herrschte. Die Stammstrecke wird in der Hauptverkehrszeit im Zwei-Minuten-Takt befahren und gilt als Tunnelstrecke mit dem dichtesten Eisenbahnverkehr Europas. 


Der 78-jährige Mann wurde durch den Sturz leicht verletzt und mit dem Rettungsdienst in eine Münchner Klinik transportiert.

Im Notfall zu tun:

Bei derartigen Zwischenfällen ist immer zuerst das Bahnpersonal vor Ort zu informieren. Ist kein Personal vor Ort, unbedingt per Notruf die Feuerwehr oder die Polizei verständigen. Auf der Münchner Stammstrecke ist an jedem größeren S-Bahnhof eine örtliche Aufsicht der Deutschen Bahn vor Ort. Im Notfall immer diese verständigen und am Bahnsteig verweilen. Das Betreten einer Gleisanlage ist absolut lebensgefährlich.

mh/Feuerwehr München

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