Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Turbulenter Montag: Mehrere Gewaltdelikte im Bahnbereich München

Am Montag (25. Oktober) kam es zu mehreren Gewaltdelikten im Bereich von Münchner Bahnanlagen. Die Bundespolizei ermittelt insbesondere zu drei öffentlichkeitswirksamen Delikten, u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung im Hauptbahnhof.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

München – Kurz nach Mitternacht kam es am S-Bahnhalt Berg am Laim zu einem körperlichen Angriff. Ein 21-jähriger Afghane, der mit fünf Begleitern in der S-Bahn fuhr, versetzte einem 18-jährigen Syrier nach dem Ausstieg am Haltepunkt - aus unbekannter Ursache - einen heftigen Schlag ins Gesicht. Um weiteren Attacken des Afghanen, wohnhaft in Prien am Chiemsee, zu entgehen, flüchtete der Angegriffene aus Vaterstetten und informierte per Notruf die Polizei.

Eine Streife der Bundespolizei traf am S-Bahnhalt zunächst die sechs Personen (vier Afghanen im Alter von 23 bis 26 Jahren sowie ein 16-jähriger Deutscher) der Gruppe des Afghanen an. Wenig später wurde in der Nähe Kontakt zu dem verängstigten 18-jährigen Syrer aufgenommen. Bei der Sachverhaltsaufnahme beleidigte der Afghane einen Beamten der Bundespolizei. Gegen den 2015 eingereisten 21-Jährigen, dessen Abschiebung ausgesetzt ist, wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Dazu wertet die Bundespolizei Videoaufzeichnungen der S-Bahn sowie vom S-Bahnhaltepunkt aus.

Mann greift DB-Mitarbeiter an

Gegen 1.35 Uhr kam es am Bahnhof Petershausen zu tätlichen Angriffen eines 35-Jährigen aus Montenegro gegen mehrere DB-Mitarbeiter. Der Montenegriner weigerte sich am Endhalt zunächst die S-Bahn zu verlassen, betätigte zudem die Notbremse am stehenden Zug. Sowohl der 42-jährige Triebfahrzeugführer als auch eine hinzugerufene Streife der Deutsche Bahn Sicherheit konnte den ticketlosen Fahrgast, der keine Mund-Nase-Bedeckung trug, zum Verlassen bewegen.

Kurz nachdem die Bundespolizei informiert worden war, sprang der 35-Jährige ruckartig von seinem Sitz auf, verließ die S-Bahn durch die geöffnete Tür und sprang in den Gleisbereich. Dort nahm er Schottersteine auf, stieg zum Bahnsteig hoch und drohte mit Würfen gegen die DB-Bediensteten. Anschließend legte er die Steine ab, trat mit dem Fuß gegen eine am Nachbargleis abgestellte S-Bahn (diese blieb unbeschädigt) und stieg auf eine Zugkupplung. Diese wieder verlassend versuchte er gegen den Triebfahrzeugführer zu schlagen und zu treten, was jedoch misslang, da die DB-Sicherheitsmitarbeiter den Aggressor zurückhielten.

Nach Eintreffen von Beamten der Landes- und Bundespolizei verhielt sich der, zwischenzeitlich ruhiger gewordene 35-Jährige, wieder aufbrausend und aggressiv, weswegen er gefesselt wurde. Dabei fixierte der Montenegriner die Bundespolizisten zunächst, ehe er nach ihnen spuckte und die Beamten am Oberkörper traf. Bei der Verbringung zum Dienst-Kfz widersetzte er sich den polizeilichen Maßnahmen heftig und traf einen Beamten mit einem heftigen Tritt am Fuß. Der Beamte konnte seinen Dienst fortsetzen. Im Dienstfahrzeug wurde ihm durch die Beamten eine Spuckhaube aufgesetzt um weitere Spuckattacken zu verhindern.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sollte der nicht alkoholisierte 35-Jährige wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Erschleichen von Leistungen dem Haftrichter vorgeführt werden. Nachdem weitergehende Ermittlungen einen Wohnsitz in Hamburg offenbarten, durfte er die Wache freien Fußes verlassen.

Unmittelbar nach Verlassen der Inspektion am Gleis 26, kurz vor 10 Uhr, kam es in einem Versorgungsgeschäft nahe der Wache im Hauptbahnhof zu einem räuberischen Diebstahl dem eine gefährliche Körperverletzung folgte.

Der Montenegriner hatte mit den Händen zunächst in eine Kiste frischer Croissants gegriffen und nach Ansprache einen 37-jährigen Mitarbeiter, ein erfasstes Croissants weggeschmissen. Anschließend ergriff er eine Banane und verließ - ohne zu bezahlen - das Geschäft. Der Angestellte eilte ihm hinterher und packte ihn festhaltend an der Jacke. Der 35-Jährige drehte sich um und schlug dem Mann unvermittelt ins Gesicht. Mitarbeiter eilten dem Angestellten zu Hilfe und versuchten den Montenegriner festzuhalten.

Noch bevor die alarmierte Bundespolizei eintraf, flüchtete der 35-Jährige Richtung Ausgang Bayerstraße, wo er durch ihm nacheilenden Beamte ergriffen und erneut vorläufig festgenommen werden konnte. Der Vorfall war öffentlichkeitswirksam; wurde durch mehrere Reisende wahrgenommen. Der 2016 erstmals ins Bundesgebiet Eingereiste wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Laptop beschädigte - Männer gehen aufeinander los

Gegen 10:50 Uhr gerieten am Gleis 18 des Hauptbahnhofes zwei Berliner aneinander. Nach dem Ausstieg am ICE 503 (von Berlin nach München) waren am Bahnsteig zwei Deutsche, 47 und 60 Jahre alt, aneinandergeraten. Dabei soll der Ältere den Laptop des Jüngeren beim Anrempeln beschädigt haben. Als der 47-Jährige den 60-Jährigen zu Rede stellte, packte er den Älteren unvermittelt an der Kapuze, zog ihn am Kragen zu sich und begann ihn zu beleidigen und zu bedrohen. Der 60-Jährige erlitt durch das Packen am Kragen leichte Hämatome im unteren Halsbereich. Er verspürte jedoch keine Schmerzen und lehnte eine Inaugenscheinnahme durch den Rettungsdienst ab. Gegen den 47-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung durch die Bundespolizei ermittelt.

Pressemeldung Bundespolizei München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei München

Kommentare