Ihr Mann wollte von den Eltern Geld erpressen

Morddrohung: Ehefrau während Videotelefonat misshandelt

München - Am frühen Morgen des Samstag wurde die Polizeiinspektion 26 (Ismaning) über eine mögliche Erpressung informiert. Der Bekannte einer indischen Familie gab an, dass die in Deutschland lebende Tochter im Laufe der Nacht von ihrem Ehemann und dem Schwager in deren gemeinsamen Wohnung misshandelt wurde.

Die 28-Jährige wurde während eines laufenden Videotelefonats misshandelt. Von den Eltern der Geschädigten wurde ein höherer Geldbetrag gefordert. Gedroht wurde mit einer Fortsetzung der Misshandlungen oder gar einer Tötung

Aufgrund dieser Mitteilung erfolgte durch Polizeibeamte eine umgehende Überprüfung der Wohnung. Hierbei konnten zunächst nur die beiden Tatverdächtigen angetroffen werden. Fast zeitgleich wendete sich die, nur schlecht englisch sprechende, 28-Jährige an einen Passanten und bat diesen um Hilfe. 

Mann kassierte Reisepass und Handy seiner Frau ein

Die Frau hatte sich unter dem Vorwand, zur Arbeit zu gehen, aus der Wohnung geflüchtet. Ihr Handy und ihr Reisepass wurden ihr zuvor vom Ehemann und dem Schwager abgenommen. Sie wies diverse sichtbare Prellungen und Hämatome im Bereich des Gesichtes und Körpers auf. 

Am Sonntag erließ der zuständige Ermittlungsrichter nach Antrag der Staatsanwaltschaft München I Haftbefehl gegen die beiden Tatverdächtigen. Zur Aufklärung der genauen Tatabläufe und Tatumstände sind weitere Ermittlungen notwendig.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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