Nach Vorfall am Münchener Hauptbahnhof

Mordkommission ermittelt drei Schläger

München - Nachdem im April Unbekannte einen 26-Jährigen zusammengeschlagen hatten, konnten die Täter nun von der Polizei ermittelt und festgenommen werden.

Im April dieses Jahres kam es zwischen einem damals 26-jährigen polnischen Autospengler und einer zunächst unbekannten Gruppe von Passanten zu einem Streit am Bahnhofsplatz in München. Grund der Auseinandersetzung war möglicherweise eine vorausgegangene beleidigende Äußerung des Polen gegenüber einer gleichaltrigen Rumänin aus der Personengruppe. 

Die damals 26-jährige Verpackerin reagierte auf die Beleidigung aggressiv und schlug auf den stark alkoholisierten Polen ein. Als er am Boden lag, kamen zwei Männer aus der Gruppe hinzu und traten auf den Liegenden ein. 

Die Tritte gegen den Kopf waren so schwer, dass der Autospengler Frakturen des Gesichts- und Schädelskeletts erlitt. Erst als Passanten eingriffen und die Polizei verständigten, flüchtete die Tätergruppe. 

Aufgrund des schweren Verletzungsbildes und der Intensität der Tat übernahm die Mordkommission der Münchener Polizei die Ermittlungen wegen des Verdachtes des versuchten Totschlages. 

Ermittlungserfolg der Mordkommission

Nach umfangreichen Ermittlungen durch das Kommissariat 11 für Tötungsdelikte konnten nun die drei Täter ermittelt werden. Es handelt sich um die 27-jährige rumänische Verpackerin sowie zwei 40 und 38 Jahre alte rumänische Gelegenheitsarbeiter.

Gegen alle drei Beschuldigten konnte ein Haftbefehl beim Amtsgericht München erwirkt werden. Am Mittwoch, dem 16. August, konnten alle drei Täter festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt werden. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft. 

Der geschädigte Pole konnte bereits nach einigen Tagen aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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