Am 31. August in München

Münchner (35) springt mit hilflosem 11-Jährigen vor fahrendes Auto - Einweisung in Psychiatrie

München - Am Montag den 31. August wurde ein 11-jähriger Junge mutwillig in Lebensgefahr gebracht. Der Tatverdächtige leistete bei seiner Festnahme heftigen Widerstand gegen Polizeibeamte.

Polizeipräsidium München im Wortlaut:

Am Montag, 31. August, gegen 19.15 Uhr, befuhr eine 29-jährige Münchnerin mit einem Auto der Marke BMW die Hochbrückenstraße in Richtung Tal. Im Kreuzungsbereich zum Tal hielt die Autofahrerin aufgrund der Verkehrslage kurz an und bog anschließend mit geringer Geschwindigkeit nach links ins Tal ab. Noch im Kreuzungsbereich fielen ein 35-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München und ein 11-jähriger Junge (aus dem Salzburger Land mit österreichischer Staatsangehörigkeit) vor das Auto der Fahrerin, so dass diese stark abbremsen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Zeugen meldeten den Vorfall dem Polizeinotruf 110 und sofort wurden mehrere Streifen an die Örtlichkeit geschickt. Durch die polizeilichen Erstzugriffskräfte konnte schnell festgestellt werden, dass der 35-Jährige ohne erkennbaren Anlass den 11-jährigen Jungen gepackt und mit diesem auf die Straße vor das abbiegende Fahrzeug gesprungen war.

Bei seiner Festnahme leistete der Tatverdächtige erheblichen Widerstand und verletzte einen Polizeibeamten so stark am Knie, dass dieser zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden musste und im Anschluss nicht mehr dienstfähig war. Bis auf kleinere Abschürfungen blieb das 11-jährige Kind unverletzt. Sowohl der 11-Jährige als auch seine Familienangehörigen, welche sich zu Besuch in München aufgehalten hatten, wurden im Anschluss auf der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) durch Polizeibeamte betreut.

Der 35-Jährige war bereits am 28. August polizeilich in Erscheinung getreten, als er in einem Obdachlosenheim in München-Obersendling missbräuchlich den Feueralarm auslöste. Es kam hier bereits zu heftigen Widerstandshandlungen gegen die eingesetzten Beamten.

Aufgrund seines geistigen Zustandes wurde er durch die Polizei im Anschluss an die Anzeigensachbearbeitung wegen eines Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Aus diesem wurde er am Tattag entlassen.

Der 35-Jährige befindet sich momentan in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München. Das Kommissariat 24 hat die Ermittlungen wegen einer versuchten gefährlichen Körperverletzung und eines Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte übernommen.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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