Am Sendlinger Tor in München ging's los

Filmreife Verfolgungsjagd bis nach Franken: Mann wirft Steine aus Fenster

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Ein VW-Fahrer hat sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert - von München bis nach Franken.
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München - Ein Autofahrer hat sich am Sonntag (19. Januar) eine stundenlange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Vom Sendlinger Tor ging es über die Leopoldstraße auf die A9 – am Ende waren mehrere Streifen und ein Hubschrauber im Einsatz.

Abgesperrte Autobahnabfahrten, mehrere Streifenwagen, ein kreisender Hubschrauber: Es waren wilde Szenen, die sich am Sonntag erst in München und schließlich bis nach Franken abgespielt haben.

Am Sonntagmorgen wollten Polizisten gegen 4.20 Uhr in der Münchner Innenstadt (Bereich Sendlinger-Tor-Platz) den Fahrer eines VW zu einer Verkehrskontrolle angehalten. Aber statt den Anweisungen zu folgen, beschleunigte er und flüchtete Richtung Stachus. Die Beamten forderten Verstärkung an. An der Leopoldstraße baute die Polizei ein sogenannte "Anhaltestelle" auf, wollte also den Wagen stoppen.

Es "gelang dem Fahrer die Kontrollstelle zu überwinden", so die Münchener Polizei. Bei dem Durchbruch wurden sowohl der VW, als auch zwei Streifenwägen leicht beschädigt. 

Auf der Flucht über A9: Mann wirft Steinbrocken aus Auto

Nachdem sich die Fahrt auf die verkehrsarme A9 Richtung Nürnberg verlagerte, arbeiteten die Beamten mit Blick auf die gefahrene Geschwindigkeit an einem "angepassten Zugriffskonzept". Um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen, wurden teilweise Zufahrten auf die Autobahn gesperrt und der nachfolgende Verkehr abgebremst. 

Mittlerweile überwachte auch ein Hubschrauber die Flucht aus der Luft. Auch die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Mittelfranken wurden über den Vorfall verständigt und beteiligte sich mit weiteren Streifen.

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Der 39-Jährige wiederum begann, mehrfach Gegenstände (u.s. Steinbrocken) aus dem Auto zu werden - darunter auch Steinbrocken. An der Anschlussstelle Lauf Süd wendete er schließlich und fuhr zurück in Richtung München. An der Rastanlage Feucht West verließ der Mann dann die Autobahn plötzlich. Hier konnte er durch Einsatzkräfte festgenommen werden. Dabei kam es zu einem leichten Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Da der Mann keine Angaben machte und auch keine Ausweispapiere mitführte, wurde er vorläufig festgenommen. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Straftaten des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs und anderer Delikte. Der Verdächtige wird dem Haftrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt.

Zeugenaufruf: 

Verkehrsteilnehmer die Angaben zu dem Vorfall im Stadtgebiet München, als auch auf der Fahrt bis zur Festnahme machen können, bzw. Augenzeugen des Fahrverhaltens des Mannes wurden, auch wenn sie nicht gefährdet oder geschädigt wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsunfallaufnahme, Tel. 089/2910-3322, in Verbindung zu setzen.

mh/Polizeipräsidium München

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