Pressemeldung NGG Landesbezirk Bayern

Geringe Bezahlung trotz Rekordjahr 2018 - bayerische Brauer streiken

München - Die erste Verhandlungsrunde zum Abschluss eines neuen Entgelt-Tarifvertrages wurde letztendlich vertagt. Vor der zweiten Verhandlungsrunde soll nun gestreikt werden.

Die erste Verhandlungsrunde zum Abschluss eines neuen Entgelt-Tarifvertrages für die circa 10.000 Beschäftigten in der Bayerischen Brauwirtschaft am Donnerstag, den 14. März, musste vertagt werden.

Die bayerischen Brauer boten nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) lediglich eine Entgelterhöhung von 2,4 Prozent für 12 Monate oder 5 Prozent für 24 Monate an. 

Die bayerischen Brauereien blicken 2018 auf ein Rekordjahr zurück. Der Gesamtbierausstoß erhöhte sich im Kalenderjahr 2018 entgegen dem Bundestrend um 3,1 Prozent und im Bereich des Exportes erreichte die Bierausfuhr aus Bayern mit circa 23 Prozent ein nie gesehenes Rekordniveau. Dieses Ergebnis konnte nur durch den unermüdlichen Einsatz der Belegschaften gestemmt werden. Mit Anerkennung und Wertschätzung hat das Magerangebot der bayerischen Brauherren nur wenig zu tun.“, so Mustafa Öz, NGG-Landesbezirksvorsitzender und Verhandlungsführer. 

Die NGG fordert für die diesjährige Entgelttarifrunde 6,5 Prozent mehr Entgel t. „Arbeitsdruck und Arbeitsintensität nehmen stetig zu, Wochenendarbeit ist längst keine Ausnahme mehr. Es sind die Kolleginnen und Kollegen die durch ihren täglichen Einsatz das Fundament der Erfolgsgeschichte der Bayerischen Brauereien bilden. Die Belegschaften haben klar signalisiert, dass2,4 Prozent deutlich zu wenig sind. Dementsprechend bereiten wir noch vor der zweite Verhandlungsrunde, die am zweiten Mai in München stattfindet, Warnstreiks vor.“, so Öz abschließend.

Pressemeldung NGG Landesbezirk Bayern

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT