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Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München

Nach versuchtem Anschlag auf ICE: Rätselraten um die Drohschrift

Polizei sucht ICE-Strecke nach Stahlseil-Vorfall ab
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Polizei sucht ICE-Strecke nach Stahlseil-Vorfall ab

München/ Nürnberg - Die Ermittlungen zu den gefährlichen Manipulationen der ICE-Strecke auf Höhe Allersberg vom 7.Oktober laufen auf Hochtouren. Das Landeskriminalamt ruft nun Zeugen auf.

UPDATE, 13.23 Uhr - Rätselraten um Drohschrift

In einem Interview mit der BILD-Zeitung erklärte ein Ermittler, dass derzeit nicht von einer Gruppe, die vom Islamischen Staat geschickt wurde ausgegangen werde. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um selbst-radikalisierte Personen handle, die mit dem IS sympathisieren. Ebenso sei es möglich, dass Rechtsextreme dahinterstecken. Die nahe des Tatorts gefundene Drohschrift beinhalte Texte aus einschlägig bekannten Foren und können daher von jedem eingesehen werden.

Erstmeldung

Wie bereits am 29.Oktober berichtet, wäre es Anfang des Monats beinahe zu einem Unglück auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München auf Höhe Allersberg gekommen. Der Zugführer hatte während der Fahrt ungewöhnliche Geräusche am Fahrzeug bemerkt. Bei anschließender Streckenbegehung fanden zunächst Bahnangestellte, später auch Einsatzkräfte der Polizei Überreste eines Stahlseiles in der Nähe der fraglichen Stelle. Dieses war über die Gleise gespannt worden. Außerdem konnten Holz- und Metallteile sichergestellt werden, die zuvor auf die Gleise geschraubt worden waren. Dreieinhalb Kilometer vom Tatort entfernt fand sich außerdem ein mehrseitiges Drohschreiben in arabischen Schriftzeichen.

Das Bayerische Landeskriminalamt berichtete in einer Pressemeldung vom 6.November, dass bei einer erneuten Suche mit über 150 Polizeibeamten am 31.Oktober weitere Manipulationen mit Holzteilen festgestellt wurden. Diese ähnelten den zuvor gefundenen Keilen stark. Derzeit werden die gefundenen Gegenstände im Kriminaltechnischen Institut des Bayerischen Landeskriminalamtes untersucht. 

Auch das Drohschreiben wird fortlaufend in Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse und dem Bundeskriminalamt bewertet. Konkrete Drohungen beinhaltet dieses aber nicht, vielmehr handelt es sich um allgemeine Drohungen gegen den europäischen Bahnverkehr insgesamt. Laut Berichten der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich beim Urheber des Anschlages um Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat.

Trotzdem, ähnliche Manipulationen an weiteren Bahnstrecken wurden bei rückwirkenden Untersuchungen nicht festgestellt. 

Das Bayerischen Landeskriminalamt ruft nun Zeugen auf, Hinweise auf  verdächtige Personen oder verdächtige Wahrnehmungen zu melden. Diese nimmt das Bayerische Landeskriminalamtunter 0800/300 00 60 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

jv/Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt

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