Mann aus Landkreis Rosenheim legt Beichte in Prozess ab

Trachtenschneider: "Mit jedem von der Kundenliste hatte ich Sex"

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München/Landkreis - Er belieferte Promis mit Dirndln und Lederhosen - und stattete die Münchner Schwulenszene mit Drogen aus. Jetzt hat der Prozess gegen einen Trachtenschneider aus dem Landkreis Rosenheim begonnen und offenbart viele Geheimnisse:

UPDATE, Dienstag 12,42 Uhr: Beichte vor Gericht

Am ersten Prozesstag vor dem Münchner Gericht legte der Trachtenschneider aus dem Landkreis Rosenheim offenbar eine umfassende Beichte ab. Wie die Bild berichtet, habe den Schneider sein bis dahin geführtes Leben beinahe umgebracht - die Inhaftierung hätte ihn gerettet. 

Nach außen hin sei er ein erfolgreicher Modeschöpfer gewesen, doch die Wahrheit sah angeblich anders aus. „Ich lebte von 1000 Euro im Monat. Die Mieten und der Druck waren enorm. Ich habe nächtelang genäht, kaum geschlafen", zitiert ihn die Bild. Um das durchzuhalten, habe er Crystal geraucht und sich schließlich sogar gespritzt. In den anschließenden Rauschzuständen hätte er dann oft ungeschützten Sex gehabt. 

Schließlich sei er auch zum Schmuggler geworden - sechs Fahrten aus Tschechien gab er laut Bild zu Prozessbeginn zu. Crystal verkaufte er für 180 Euro pro Gramm: „Mit jedem von der Kundenliste hatte ich Sex.“ HIV-positiv sei er, seit er 18 Jahre alt ist. 

Ein Urteil soll Mitte Oktober fallen - ihm drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis.

UPDATE, Dienstag, 11.20 Uhr - Prozess hat begonnen

Am Montag hat in der Landeshauptstadt der Prozess gegen den Trachtenschneider aus dem Landkreis Rosenheim begonnen, wie die Münchner Abendzeitung nun berichtet. Dabei sei der 38-Jährige in Handschellen im Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße vorgeführt worden.

Für den Prozess sind insgesamt mehrere Verhandlungstage angesetzt. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft habe sich der Trachtendesigner bereits während der Ermittlungen durchaus kooperativ gezeigt und Angaben zur Sache gemacht.

Der Vorbericht:

Er belieferte Promis mit Dirndln und Lederhosen - und stattete die Münchner Schwulenszene mit Drogen aus. Jetzt sind neue Details zu einem Trachtenschneider aus dem Landkreis Rosenheim durchgesickert, der seit Dezember 2017 in U-Haft sitzt.

Demnach soll die Kriminalpolizei bei der Festnahme des Besitzers eines Designer-Couture-Shops im Landkreis Rosenheim unter anderem rund 160 Gramm Methamphetamin, versteckt in einer Tupperdose gefunden haben. Auch Bargeld wurde damals sichergestellt. Das berichtet die Bild-Zeitung. Die Abnehmer sollen übrigens hauptsächlich Stricher gewesen sein, die den Stoff für ihre Sex-Partys benötigt und an Kunden weitergegeben haben sollen.

In Kürze beginnt wohl der Prozess gegen den bekannten Designer. Die Anklage lautet auf Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln in elf Fällen. Insgesamt mehr als 600 Gramm soll der Trachtenschneider von Tschechien nach Deutschland geschmuggelt haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu sieben Jahre Gefängnis.

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