LinksJugend Wasserburg

Wasserburger Schüler machen sich stark für "fridays for future"

+

Wasserburg/ München - Der 1. Februar war auf den ersten Blick ein ganz normaler Freitag. Auf den zweiten fehlten in Schulen in ganz Deutschland viele Schüler. Auch Wasserburg setzt sich im Rahmen der fridays-for-future-Aktion langsam in Bewegung.

Statt die Schulbank zu drücken, geht nun auch die LinksJugend Wasserburg auf die Straße. Nach dem Vorbild von Greta Thunberg, einer 16-jährigen Klimaschutzaktivistin aus Schweden, die schon seit dem 20. August an Freitagen vor dem Rathaus ihrer Stadt demonstriert, statt in die Schule zu gehen. Nun setzt sich auch Wasserburg langsam in Bewegung. 

Die Demonstrationen unter dem Hashtag #FridaysforFuture haben sich inzwischen großflächig in ganz Europa und anderen Kontinenten der Welt ausgebreitet. Jugendliche, die die Augen öffnen, nicht zufrieden sind mit dem was die Politiker für den Klimaschutz tun. 

Jugendliche, die einen Fortschritt für den Klimaschutz verlangen, der nicht erst 2038 in die Gänge kommt, stehen in München seit Wochen jeden Freitag auf dem Marienplatz. Und auch Schüler aus dem Großraum München fahren seit Wochen den Weg dorthin. 

Im Gepäck Banner, Plakate und Sprüche. Man liest Sätze wie: „There is no Plan(et) B” und „Klimaschutz statt Klimaschmutz“. Zwischen den lauten und demonstrierenden Jugendlichen ab dem Grundschulalter, findet man auch Ältere, die den Jungen ihren Zuspruch geben. 

„Omas gegen Rechts“ oder Professoren für Umweltschutz. Unter den 2.000 Demonstranten waren am 1.Februar erneut Schüler aus Wasserburg und Umgebung, die die LinksJugend Wasserburg mobilisiert hat, nach München gefahren. 

Eine Gruppe von Schülern, die sich am Montag ihren Verweis mit ein bisschen Stolz abholen mussten - denn von Direktoren und Lehrern gibt es kaum Zuspruch. Es wird nicht mal über das Thema geredet, es ist, als ob es Politik und Welt in den ländlichen Schulen überhaupt nicht geben würde, so die Meinung der Schüler aus Wasserburg. 

Einige Schulen halten das Thema Klimaschutz für zu „unwichtig“ um die Schüler und Schülerinnen für die Demonstrationen freizustellen, obwohl das Ministerium diese Entscheidung ganz allein den Schulen überlassen hat und es sogar viel positiven Zuspruch von Politikern und Beamten in höheren Positionen gibt. 

An vielen Schulen wird liberaler gehandelt, Schüler schreiben für eine Freistellung Zeitungsartikel oder organisieren Podiumsdiskussionen an ihren Schulen. Doch auch wenn die Stadt München diese Woche keinen Zug durch die Stadt mehr genehmigt hat - Fridays for Future wird weiter existieren, denn solange die Schüler nur gehört werden, selbst wenn sie deshalb Verweise kassieren und den Unterricht schwänzen müssen, wird das noch lange so bleiben, bis sich etwas ändert, betont eine Schülerin aus Wasserburg.

„Einige Leute sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftlerin zu werden, damit ich die Klimakrise „lösen kann“. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern.“ – Greta Thunberg, Rede bei der ‚Declaration of Rebellion‘ in London 31. Oktober 2018.

LinksJugend Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: München

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT