Führerscheine weg, Autos beschlagnahmt

Trio liefert sich illegales Rennen mitten auf Münchner Leopoldstraße

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München - Auf der Leopoldstraße feiern die Fans des FC Bayern normalerweise Titelgewinne ihrer Mannschaft. Am Wochenende verwechselten aber drei junge Menschen den "Pracht-Boulevard" fälschlicherweise mit dem Nürburgring. Die Folgen waren immens:

Einer Polizeistreife waren in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 0.50 Uhr drei Fahrzeuge, zwei BMW und ein Renault, auf Höhe des Siegestores aufgefallen, welche sich dort offensichtlich ein illegales Rennen lieferten

Die Fahrzeuge überholten das Zivilfahrzeug in sehr aggressiver Fahrweise und mit stark überhöhter Geschwindigkeit, wie das Polizeipräsidium München am Montag mitteilte. Dabei wechselten die Fahrzeuge ohne den Blinker zu benutzen wiederholt den Fahrstreifen. Ein Taxi musste stehen bleiben, um einen Unfall zu verhindern. Augenscheinlich gehörten die drei Fahrzeuge zusammen.

Verfolgungsjagd durch die Stadt

Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf. Nach etwa anderthalb Kilometern Verfolgungsjagd gelang es den Beamten schließlich, das Trio an der Ecke Potsdamer Straße/Germaniastraße anzuhalten. Bei den "Rennfahrern" handelt es sich um eine 20-Jährige, einen 20-Jährigen und einen 22-Jährigen, alle aus München beziehungsweise aus dem Landkreis München. 

Der Ärger ließ nicht lange auf sich warten: Alle drei bekamen eine Anzeige wegen "verbotenem Kraftfahrzeugrennen" ausgestellt. Der Bundestag hat diesbezüglich erst 2017 härtere Gesetze beschlossen. Rasern drohen in solchen Fällen nun sogar Gefängnisstrafen. Doch das war noch nicht alles: Außerdem wurden die Führerscheine des Trios "gezwickt", die Autos beschlagnahmt und in die polizeiliche Verwahrstelle abgeschleppt.

mw

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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