Verdächtiger in München gefasst

Frau (68) um zehntausende Euro betrogen

München - Die Polizei München hat einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Dieser betrog einen 68-Jähriger um zehntausende Euro.

Pressemeldung im Wortlaut:

Im März nahm ein bis dato unbekannter Täter über soziale Medien Kontakt zu einer 68-Jährigen aus Niederösterreich auf. Der Mann gab sich ihr gegenüber als auf einem Schiff tätiger Wissenschaftler aus und stellte dieser in offenbar durchdachter Gesprächsführung eine weitere gemeinsame Lebensplanung in Aussicht. Der Unbekannte suggerierte der 68-Jährigen in diesen Kontakten, dass sein auf dem Schiff befindliches vorgebliches Barvermögen von mehreren Millionen USD durch kriminelle Handlungen bedroht sei und von ihr deshalb in Verwahrung genommen werden sollte. Auch sei das Bargeld aus Sicherheitsgründen eingefärbt worden und müsse daher kostenintensiv gereinigt werden.

Er bewegte die 68-Jährige so über Monate hinweg mehrfach zur Übergabe von Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro an unbekannte Abholer im Umfeld der Hauptbahnhöfe diverser europäischer Großstädte.

Nachdem die 68-Jährige im Juli schließlich auf diese Betrugsart aufmerksam geworden war und beim Landeskriminalamt Niederösterreich Anzeige erstattete, wurden dort umfangreiche und länderübergreifende Maßnahmen zur Ermittlung der Männer betrieben. Als die Unbekannten eine weitere Geldübergabe am Münchner Hauptbahnhof forcierten, ersuchte das Landeskriminalamt Niederösterreich die bayerischen Behörden um internationale Rechtshilfe.

In der Folge koordinierte das Münchner Kriminalkommissariat 77 für Betrugsdelikte die weiteren Maßnahmen in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Zuge der Überwachungsmaßnahmen und nicht zuletzt auf Grund der hervorragenden sowie unkomplizierten Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden konnten in den Nachmittagsstunden des Dienstag, 27. August, ein 44-jähriger Italiener sowie ein 35- jähriger Kameruner nach erneuter Kontaktaufnahme mit der 68-Jährigen als dringend tatverdächtig festgenommen werden.

Die österreichischen Behörden haben um

Auslieferung der beiden Festgenommenen

ersucht. Das Auslieferungsverfahren wird bei der Generalstaatsanwaltschaft München geführt. Die Ermittlungen werden weiterhin ausschließlich beim Landeskriminalamt Niederösterreich geführt.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei: 

Nähere Information, insbesondere auch zur Erkennung von und zum Schutz gegen derartige Betrugsformen, finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und- tipps/betrug/scamming/

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance / Fabian Sommer/dpa

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