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Ganze Familie nach Hause geschickt

„Medizintouristen“ am Flughafen München: mit spanischem Touristenvisum zum Arzt in Deutschland

München ist bekanntermaßen ein Eldorado für sogenannte Medizintouristen, oder wie sie bei den Ärzten heißen, Selbstzahler. Den Begriff Medizintourist hat eine saudische Familie offenbar ein wenig zu ernst genommen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

München – Die Fluggastzahlen steigen wieder, auch die sogenannten Medizintouristen vor allem aus dem arabischen Raum kommen langsam wieder zurück nach München. Auch ein 66-jähriger Saudi wollte offenbar gleich die Möglichkeit ergreifen und nach Rücknahme vieler Reiserestriktionen, wie er den Bundespolizisten erklärte, seinen Sohn zum Arzt nach München bringen. Allerdings hat der Familienvater offenbar den Begriff Medizintourismus etwas zu genau genommen.

Er, sein Sohn und die 55-jährige Ehefrau und Mutter hatten sich aus Riad über Kairo nach München aufgemacht. Bei der Einreisekontrolle im Erdinger Moos haben die drei ihre saudischen Reisepässe samt spanischer Touristenvisa vorgelegt. Das Problem dabei, spanische Touristenvisa berechtigen nicht zum Besuch eines Arztes in Deutschland. Also haben die Kontrollbeamten die Familie erst einmal zur Wache gebeten.

Dort gab sich der 66-Jährige auf Nachfrage unschuldig. Er habe ein spanisches Touristenvisum beantragt, weil dies schneller ginge als die Beantragung eines Visums zur medizinischen Untersuchung. Außerdem wolle er ja auch die Stadt besichtigen. Einen konkreten Arzttermin für seinen Sprössling habe er noch nicht. Er habe den Manager des gebuchten Hotels fragen wollen, wo er einen guten Arzt finde. Er verstehe das Problem nicht und wolle auch nichts weiter dazu sagen. Einzig, dass alles ein Agent und ein spanisches Reisebüro für ihn erledigt hätten.

Bei allem Verständnis für ein eventuelles Bedürfnis nach guter medizinischer Betreuung mussten die Bundespolizisten die drei Saudis nach Lage der Dinge letztendlich wegen Visumserschleichung, des Versuchs der unerlaubten Einreise anzeigen, ihnen gut 1000 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens abnehmen und sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder zurückschicken.

Pressemitteilung der Bundespolizei Flughafen München

Rubriklistenbild: © Alexandra Stolze