Randale und 21 Festnahmen bei Amateurderby in München

"Fans" bewerfen Polizei mit Eiern, Farbbeuteln und Stinkbomben

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München - Am Sonntagmittag kam es im Grünwalder Stadion zum prestigeträchtigen Derby zwischen dem TSV 1860 München II und den Amateuren des FC Bayern. Die "kleinen Löwen" siegten vor über 5.000 Zuschauern 2:0. Einige "Fans" verhielten sich jedoch wieder einmal wenig vorbildhaft - die Bilanz der Polizei:

Grundsätzlich ist festzustellen, dass sich der positive Trend der letzten Spiele hin zu weniger Gewalt und Aggression fortgesetzt hat. Nach Einschätzung der Münchner Polizei ist aberinsbesondere das sogenannte kleine Derby immer noch davon entfernt, ein risikofreies Fußballspiel zu sein. Dieser Eindruck verstärkt sich insbesondere mit Blick auf die ebenfalls am Wochenende stattgefundene Begegnung des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt, die trotz ebenfalls zum Teil vorhandenen problematischen Fan-Klientel weitestgehend störungsfrei verlaufen ist.

Hohes Aggressionspotential beider Fangruppierungen

Beim kleinen Derby kam es nur durch die deutliche Präsenz der Münchner Polizei zu keinen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Fans der beiden Mannschaften. Auf beiden Seiten wurde zum Teil deutliches Aggressionspotential mit Hinblick auf die Fans der gegnerischen Mannschaft wahrgenommen. Vor dem Spiel wurden durch Fans beider Vereine Böller und Rauchkörper gezündet. Hierbei wurde ein Polizeibeamter durch ein Knalltrauma leicht verletzt.

Zudem wurden im Bereich des Nordeingangs Eier, Farbbeutel und Beutel mit einer stinkenden Flüssigkeit geworfen, diese trafen unter anderem mehrere Polizeibeamte. Hierbei wurden Uniformen beziehungsweise Ausrüstungsgegenstände durch die Verunreinigung beschädigt. Auch während des Spiels kam es zur Zündung von pyrotechnischen Gegenständen. Nach dem Spiel wurden am Wettersteinplatz weitere Böller gezündet.

Insgesamt wurden 30 Strafanzeigen gestellt

Unter anderem wegen dem Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen, Vermummung, Beleidigung und Schutzbewaffnung. Es wurden vor und nach dem Spiel insgesamt 21 Personen vorläufig festgenommen und nach der polizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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