Urteil gegen Messerstecher (23) gefallen 

Mord in Münchner Hostel: Weil es der Dämon so wollte

Mann stirbt nach Messerstecherei in Hostel
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Ein Polizeiauto steht vor einem Hostel in der Münchner Arnulfstraße. Bei einem Streit in einem Hostel ist ein Mann durch Messerstiche getötet worden.

München - Ostermontag 2019 eskalierte ein Streit unter Gästen in einem Münchner Hostel. Ein Mann (61) wurde erstochen. Der Messerstecher musste sich nun vor Gericht verantworten.

Ein jetzt 23-jähriger Franzose musste sich nun vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll einen 61-jährigen Hessen am Ostermontag 2019 mit 18 Stichen in einem Münchner Hostel ermordet haben. 

Vor Gericht erzählte der Angeklagte, er sei wie hypnotisiert gewesen und hätte die Stimme eines Dämons vernommen. Dieser habe ihn zunehmend aggressiv dazu gedrängt, seinen Widersacher zu töten, berichtet die Münchner Abendzeitung von dem Prozess. 

Doch was war geschehen? Der 23-Jährige hatte vor einem Jahr mit zwei anderen in einem Zimmer in einem Münchner Hostel an der Arnulfstraße gewohnt. Mit einem der beiden, einem 31-Jährigen, war der Angeklagte an jenem Aprilabend über abgelegte Sachen in Streit geraten. Dies ließ den Franzosen offenbar derart eskalieren, dass er zu seinem Lagerraum gefahren war, um dort ein Jagdmesser zu holen. 

Wieder im Hostel angekommen, ging er im Badezimmer auf den 31-Jährigen los. Als der Hesse dazwischen ging, stach der Franzose auch mehrfach auf ihn ein. Dennoch gelang es beiden Opfern, sich in die Lobby des Hostels zu retten. Dort brachen die Männer zusammen. Für den 61-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er verblutete. Die Polizei konnte den Angreifer wenig später festnehmen.

Das Urteil des Gerichts gegen den 23-jährigen Franzosen fiel laut Münchner Abendzeitung eindeutig aus: 14 Jahre Haft plus Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt.

mh

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