Unglaublicher Vorfall bei München

Mann mit 2,3 Promille parkt Lkw quer auf A9 und legt Kopf auf Lenkrad nieder

Freising/München - Am Samstagmorgen kam es auf der A9 in Richtung München zu einem unglaublichen Vorfall. 

Die Meldung im Wortlaut:

Am Samstag, den 13. Juli, 19.25 Uhr, gingen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern/Nord und bei der Verkehrspolizeiinspektion Freising mehrere Mitteilungen ein, dass auf der A9 Richtung München, kurz nach dem Parkplatz Paunzhauser Feld, ein Sattelzug quer auf der Hauptfahrbahn der A9 stehen würde. 

Laut den Mitteilungen hätte der Fahrer dieses Sattelzuges augenscheinlich gesundheitliche Probleme und würde mit dem Kopf über seinem Lenkrad liegen. Da zunächst von einem medizinischen Notfall ausgegangen werden musste, wurde der Rettungsdienst mit Notarzt und Feuerwehr zu o.g. Örtlichkeit entsandt. 

Noch bevor die Rettungskräfte und eine Streife der Autobahnpolizei Freising die Einsatzörtlichkeit erreicht hatten, konnte der Sattelzug von einem Verkehrsteilnehmer, der zur Hilfeleistung auf dem Seitenstreifen angehalten hatte, aus dem Gefahrenbereich der Hauptfahrbahn in eine Pannenbucht gefahren werden. Die vor Ort durchgeführte medizinische Untersuchung durch den Rettungsdienst ergab zwar keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, jedoch war der aus Weißrussland stammende und für eine polnische Spedition fahrende, 32-jährige Sattelzuglenker massiv alkoholisiert. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 2,3 Promille. 

Folglich wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde der erheblich alkoholisierte Mann zur Ausnüchterung bei der Verkehrspolizeiinspektion Freising in Gewahrsam genommen. Über die weiteren strafrechtlichen Konsequenzen für den weißrussischen Fahrer wird nach seiner Ausnüchterung nun die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut entscheiden. Da der Fahrer in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, kann er vor seiner Weiterreise, neben einem für Deutschland geltenden Führerscheinentzug, auch mit der Entrichtung einer Sicherheitsleistung rechnen. 

Zunächst unklar war die Rolle eines ebenfalls 32-jährigen Landsmannes des Sattelzugfahrers. Dieser befand sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte ebenfalls an dem querstehenden Lkw und konnte zunächst keine schlüssige Erklärung abgeben. Dies lag zum Teil jedoch auch an seiner, ebenfalls nicht unerheblichen Alkoholisierung. Der zweite Herr wurde mit ebenfalls stolzen 1,78 Promille getestet. Da zunächst nicht geklärt werden konnte, ob der zweite Weißrusse nicht ebenfalls als Fahrer des o.g. Sattelzuges in Betracht kam, wurde auch er zunächst in Gewahrsam genommen. 

Die weiteren Ermittlungen ergaben dann jedoch, dass der zweite Weißrusse, mit einem, ebenfalls in Polen zugelassenen, Kleintransporter im o.g. Parkplatz geparkt hatte und dort das Wochenende verbringen wollte. Die beiden Landsmänner hatten sich dann im Laufe des Samstages im Parkplatz getroffen und zusammen getrunken. Während der zweite, aus dem Kleintransporter stammende Weißrusse, schließlich gegen 19.30h die Toilette aufsuchte, bestieg sein Trinkgefährte seinen Sattelzug und fuhr aus dem Parkplatz auf die A9 auf. 

Als er die Abwesenheit seines Trinkgenossens und den querstehenden Sattelzug auf der Hauptfahrbahn bemerkte, folgte er seinem Landsmann zu Fuß, um diesem zu Hilfe zu kommen. Nachdem dessen Anwesenheit am Einsatzort letztlich geklärt war, wurde der zweite Weißrusse wieder entlassen.

Pressemeldung Verkehrsinspektion Freising

Rubriklistenbild: © dpa

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