Räuberische Erpressung in München

17-Jähriger klaut Handy von Schüler (15) und erpresst ihn

München - Um seine eigene Geldnot zu stillen, erpresste ein 17-Jähriger einen Schüler mit dessen geklauten Handy.

Am Dienstag, den 05.09.2017, gegen 16 Uhr, lernt ein 15-jähriger Schüler aus München über einen Freund einen 17-jährigen Münchner kennen. Während der 15-Jährige mit seinem Smartphone hantiert, nimmt ihm der 17-Jährige dieses einfach aus der Hand. Er erklärt ihm, dass er dringend Geld bräuchte. Daher sollte der 15-Jährige ihm Geld besorgen, dann würde er sein Handy zurückbekommen. Dazu hatte er unterschiedliche illegale Ideen. Eine Idee war, dass der 15-Jährige zu einem Sozialzentrum in Neuhausen gehen, dort eine Notsituation vortäuschen und anschließend um Geld bitten sollte. Der 15-Jährige ließ sich aus Angst darauf ein. 

Vor Ort wendete er sich allerdings an den Sozialarbeiter und erzählte die Vorgeschichte. Als der Sozialarbeiter mit dem 15-Jährigen vor das Sozialzentrum trat, war der 17-Jährige verschwunden. Der Sozialarbeiter begleitete den Schüler nach Hause. Im weiteren Verlauf des Tages kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden jungen Männern. Der 17-Jährige schlug dem Schüler dabei mit den Fäusten und dem Knie ins Gesicht. Dieser verständigte erst später die Polizei. 

Am Mittwoch, 06.09.2017, informierte die Schwester des 15-Jährige das ermittelnde Kommissariat, dass der 17-Jährige erneut mit dem Bruder Kontakt aufgenommen hatte und vorgab ihm das Handy zurückgeben zu wollen. Treffpunkt war eine Bar in der Leonrodstraße. Zivile Einsatzkräfte konnten den 17-Jährigen schließlich vor Ort aufgrund eines bestehenden Haftbefehls wegen Wiederholungsgefahr festnehmen. Dieser wird zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Pressebericht Polizeipräsidium München 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Hauke-Christi

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser