Am helllichten Tag mitten in München

Geldtransporter mit Millionen-Beute entführt: Rijad K. gefasst!

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Wo ist Rijad K. mit der Millionen-Beute?
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München - Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma ist im Stadtteil Blumenau mit einem Geldtransporter durchgebrannt - mit einer siebenstelligen Summe an Bord. Am Freitagabend konnte der Verdächtige nun in Ungarn geschnappt werden.

Update Samstag 14.52 Uhr: 26-jähriger Serbe festgenommen

Wie bereits berichtet, wurden am 24.08.2017 gegen 08.25 Uhr aus einem Geldtransporter in der Blumenau mehrere hunderttausend Euro entwendet. Erste Ermittlungen ergaben, dass das Geld von dem Fahrer des Geldtransporters, einem 26-jährigen Serben aus Dachau, entwendet wurde. Daraufhin wurden im Rahmen der Ermittlungen entsprechende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. 

Über das Bundeskriminalamt wurde dem Polizeipräsidium München am 26.08.2017 mitgeteilt, dass der Tatverdächtige am frühen Abend des 25.08.2017 in Ungarn festgenommen wurde, als er versuchte, Ungarn, über einen Grenzübergang nach Serbien zu Fuß, zu verlassen. Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Vorbericht

Wie das Polizeipräsidium München mitteilte, bemerkten Zeugen am Donnerstag, gegen 8.25 Uhr, in der Rolf-Pinegger-Straße einem am Straßenrand abgestellten Geldtransporter, bei dem der akustische Alarm der Alarmanlage ausgelöst worden war. Sie benachrichtigten den Polizeinotruf 110. Die Polizeibeamten stellten fest, dass sich keine Personen und auch keine Wertgegenstände mehr in dem Auto befanden. 

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer, ein 26-jähriger Serbe aus Dachau, zusammen mit zwei Beifahrern (ein 23- jähriger Münchner und ein 39-Jähriger aus Dachau) im Einsatz war. Als die beiden für wenige Minuten in eine Bankfiliale in der Blumenauer Straße gingen, fuhr der 26-Jährige - laut einem Bericht unseres Partnerportals tz.de handelt es sich um den bereits polizeibekannten Rijad K. - alleine mit dem Fahrzeug weg und stellte es in der Rolf-Pinegger-Straße ab. Dort hat er das Bargeld aus dem Auto (mehrere hunderttausend Euro) an sich genommen und sich entfernt. 

Die tz hat inzwischen weitere Informationen gesammelt. Demnach soll das Fahrzeug kurz nach der Tat 400 Meter weiter auf einen von der Blumenauer Straße nicht einsehbaren Anwohner-Parkplatz abgebogen sein. Dort wartete vermutlich schon ein Komplize. In der Feuerwehr-Anfahrt müssen die Männer in aller Eile die Geldladung zusammengerafft haben. Anwohner schilderten der Polizei später, dass sie zwei Männer eilig durch die Grünanlage an den Hauseingängen entlang laufen sahen. Vermutlich parkte auf der anderen Seite der Fluchtwagen. Zudem schreibt die Zeitung, dass die Beute siebenstellig, also über eine Million Euro, hoch sein soll!

Der schnelle Fahrzeugwechsel war klug gewählt. Geldtransporter sind mit Ortungstechnik ausgestattet. Mit diesem Fahrzeug wären die Täter nicht weit gekommen. Die Fahndung läuft auf Hochtouren. Alle Anwohner wurden befragt, Fährtenhunde folgten dem Fluchtweg der Männer. Der Transporter wurde abgeschleppt und wird jetzt kriminaltechnisch untersucht. Die Ermittlungen durch die Münchner Kriminalpolizei dauern an. 

mw

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