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Bayerisches Gesundheitsministerium reagiert

Omikron, Impfschutz und Nebenwirkungen: Impf-Kritiker Argumente auf dem Prüfstand

Die Corona-Impfung schützt weder einen selbst noch andere? Und bei neuen Virusvarianten geht der Schutz gegen Null? Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege reagiert auf Anti-Impfargumente.

München/Rosenheim - Nach wie vor ist ein Teil der Bevölkerung skeptisch gegenüber der Impfung mit einem Corona-Impfstoff - und das aus unterschiedlichsten Gründen. Zuletzt haben sich etwa einige Menschen mit medizinischem Hintergrund in einem offenen Brief gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Sie nennen sechs Gründe, die ihrer Meinung auch gegen eine Impfpflicht sprechen. Rosenheim24.de hat beim Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege nachgefragt.

Bayerisches Gesundheitsministerium reagiert auf Anti-Impf-Argumente

So ist ein Argument, dass die Covid-19-Impfstoffe keinen nachhaltigen Schutz vor einer Infektion und auch keinen zuverlässigen Schutz vor der Ansteckung anderer bieten.

Laut einer Ministeriumssprecherin verringert ein vollständiger Impfschutz durch zwei Impfungen und eine zusätzliche Auffrischungsimpfung das Risiko, sich mit Corona zu infizieren, deutlich. Außerdem ist das Risiko, eine andere Person zu infizieren, bei einer vollständig geimpften Person, die zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, deutlich geringer als bei ungeimpften Personen.

Bietet die Corona-Impfung keinen nachhaltigen Gemeinschaftsschutz? „Vollständig geimpfte Personen weisen ein deutlich niedrigeres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und für eine Hospitalisierung auf als ungeimpfte Personen. Durch die Impfung möglichst vieler Personen kann das Gesundheitssystem daher entlastet werden“, erklärt die Ministeriumssprecherin.

„Die Nachhaltigkeit des Impfschutzes wird durch neue Virusvarianten unvermeidbar beeinträchtigt.“ Dies ist ein weiteres Argument, das Impfkritiker nennen. Für das Bayerische Gesundheitsministerium ist klar: „Die in der EU zugelassenen und verwendeten Impfstoffe bieten einen guten Schutz vor einer Infektion mit der Delta- und der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 und zudem einen erheblichen Schutz vor schweren Verläufen von COVID-19 sowie Hospitalisierungen.“

RKI: Besserer Schutz vor Omikron mit Booster-Impfung

Auch das Robert Koch Institut (Stand: 24. Januar) schreibt im Bezug auf die Delta-Variante, dass „die Wahrscheinlichkeit schwer zu erkranken“, bei „Geimpften im Vergleich zu Ungeimpften um 90 Prozent geringer“ ist. Das bedeutet, „wenn in einer Gegend mit vielen aktiven COVID-19-Fällen etwa 20 Fälle je 1000 Personen auftreten, dann würden in dieser Gegend 20 von 1000 ungeimpften Personen an COVID-19 schwer erkranken, aber nur etwa 2 von 1000 geimpften Personen.“

Zu der Omikron-Variante gibt es bisher noch kaum Studien, die den Schutz der Impfstoffe untersuchen. Erste Daten zeigen, dass der Schutz weniger gut ist als bei der Delta-Variante und insbesondere Personen mit Auffrischungsimpfung deutlich besser vor einer Erkrankung geschützt sind als Personen mit Grundimmunisierung. „Insgesamt reduziert sich nach einer Auffrischimpfung also das Risiko, sich zu infizieren und zu erkranken, das gilt sowohl für die Omikron- als auch für die Delta-Variante. Es ist noch unklar, wie lange der Schutz nach Auffrischimpfung anhält.

„Auch junge Personen können schwer an Corona erkranken“

Eine weitere Kritik an der Corona-Impfung: „Die mit COVID-19-Impfstoffen verbundenen Risiken betreffen einzelne Bevölkerungsgruppen sehr unterschiedlich und sind noch nicht abschließend beurteilbar.“

„Mit einer COVID-19-Impfung verbundene schwere Impfnebenwirkungen und Impfschäden treten äußerst selten auf“, so die Ministeriumssprecherin, „laut RKI sind Langzeitnebenwirkungen, welche unerwartet und erst nach langer Zeit nach der Impfung auftreten, bei den COVID-19-Impfstoffen nicht zu erwarten.“

„Die mit einer SARS-CoV-2-Infektion verbundenen Risiken sind innerhalb der Bevölkerung sehr unterschiedlich verteilt. Erst ab einem Alter von etwa 60 Jahren kommt es häufiger zu schweren Verläufen.“ Die Ministeriumssprecherin stellt klar: „Auch junge ungeimpfte Personen ohne Vorerkrankungen können schwer an COVID-19 erkranken oder Spätfolgen von einer COVID-19-Erkrankung davontragen. Die mit einer COVID-19-Impfung verbundenen Risiken sind im Vergleich hierzu sehr gering, sodass eine Impfung auch für junge Personen sinnvoll ist.“

ce

Rubriklistenbild: © Jörg Sarbach

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