Aicher Ambulanz nun für Oktoberfest zuständig

Kein Wiesn-Sanitätsdienst mehr: Das Rote Kreuz kapituliert

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München - Das Bayerische Rote Kreuz hat nun kapituliert und akzeptiert, dass der Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest ab heuer von einem Konkurrenten durchgeführt wird.

Die Rettungsorganisation werde keine rechtlichen Mittel gegen die Entscheidung der Vergabekammer Südbayern einlegen, die die Zuteilung des Sanitätsdienstes von der Stadt an den kommerziellen Anbieter Aicher Ambulanz überprüft hatte, wie das BRK am Dienstag in München mitteilte. Mitte April hatte das Rote Kreuz noch Widerstand gegen die Entscheidung der Stadt angekündigt und "massive Einschränkungen für eine medizinisch sichere Wiesn" geäußert.

Bei der Aicher Group, die ab sofort den Sanitätsdienst übernimmt, sieht man sich durch die Entscheidung der Vergabekammer bestätigt. "(...) Mit unserer langjährigen Kompetenz im Bereich Sanitätsdienst werden wir die hohen Erwartungen der Landeshauptstadt München sowie der Münchner Bürger und der zahlreichen internationalen Gäste der Wiesn vollumfänglich erfüllen. Wir sind uns unserer weitreichenden Verantwortung bewusst. Selbstverständlich werden wir ein zuverlässiger Partner sein und wünschen uns allen eine friedliche Wiesn", wird Geschäftsführer Peter Aicher in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Aicher hofft zudem weiterhin auf eine "gute und freundschaftliche Zusammenarbeit" mit anderen Rettungsorganisationen.

Erstmals seit 130 Jahren wird damit nicht mehr das BRK Verletzte und Betrunkene auf dem Oktoberfest versorgen. Die Aicher Group hatte ein kostengünstigeres Angebot abgegeben. Das Oktoberfest findet in diesem Jahr vom 22. September bis zum 7. Oktober statt und ist das größte Volksfest der Welt. Mehrere Millionen Menschen besuchen die Wiesn jedes Jahr auf dem 34 Hektar großen Gelände.

dpa/BRK/Aicher Group/mw

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