Im Krankenhaus in München

Seniorin verzweifelt, weil Ehering bei Operation vertauscht wurde

München - Als eine Rentnerin (83) ins Krankenhaus kam, musste sie den einmaligen Ring wegen verschiedenen Untersuchungen ablegen. Dabei wurde das Schmuckstück vertauscht. Doch wer hat den anderen Ring?

Die Familie einer 83-jährigen Seniorin aus München sucht verzweifelt nach ihrem Ehering. "Meine Oma war im Krankenhaus in Pasing", erzählt die Enkelin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck gegenüber unserem Partnerportal tz.de. Als sie wieder nach Hause durfte, stellte sie beim Packen fest, dass in ihrem Ring nun der Name "Stephan" statt der Name ihres Ehemannes "Innozenz" steht. Offenbar sind die Ringe in der Münchener Klinik vertauscht worden.

Am 13. Mai 1955 haben die beiden geheiratet. "Meine Großeltern sind zusammen durch dick und dünn gegangen", sagt die Enkelin. Vor zwei Jahren ist Innozenz gestorben, was den Ehering umso wichtiger macht. Der ist nun weg, nachdem die Seniorin Angela S. im Krankenhaus ihren Schmuck für verschiedene Untersuchungen abnehmen musste.

Den falschen Ring hat die Familie mittlerweile wieder in der Klinik abgegeben. In der Hoffnung, im Gegenzug den richtigen Ring zurückzubekommen. Doch bisher hat sich niemand gemeldet, der den "Innozenz"-Ring nun am Finger trägt.

Die Münchener Klinik bedauert den Vorfall: "Es tut uns leid, dass es zu dieser Verwechslung gekommen ist. Aufgrund des Hinweises werden wir jetzt selbstverständlich alles unternehmen, um die vertauschten Eheringe schnellstmöglich den jeweils richtigen Besitzerinnen zurückgeben zu können."

Unterdessen hat die Familie einen öffentlichen Aufruf bei verschiedenen Medien gestartet. "Wir hoffen wirklich sehr, dass sich jemand meldet", sagt die Enkelin. Damit Angela S. das Andenken an ihren Mann wieder am Finger tragen kann.

tz.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Friso Gentsch

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