Während sie "Sieg Heil" riefen

Jugendliche schlagen und treten 38-Jährige in Aschheim

München - Eine Gruppe Jugendlicher hat in Aschheim eine 38-Jährige geschlagen und getreten. Glücklicherweise schritt ein zufällig anwesender Polizist ein.

Die Pressemitteilung im Wortlaut


Am Mittwoch, 29. August, gegen 23.40 Uhr, verständigten Anwohner den Polizeinotruf über eine Ruhestörung durch mehrere feiernde Jugendliche im Bereich zwischen der Erdinger Straße / Marsstraße in Aschheim. 

Zudem wurden auch vereinzelte „Sieg Heil“ Rufe wahrgenommen. Ein 48-Jähriger Polizeibeamter, der  privat vor Ort war, nahm diese Rufe ebenfalls wahr. Bei einem dortigen Wartehäuschen stellte der 48-Jährige kurze Zeit später eine ca. 12-köpfige Personengruppe fest, die in diesem Moment eine Frau schlug und trat


Er gab sich sofort als Polizeibeamter zu erkennen, forderte die Gruppe auf, von der Frau abzulassen und nahm einen der Jugendlichen vorläufig fest. Der Jugendliche wehrte sich gegen die Festhaltung. Außerdem bedrängten weitere Personen aus der Gruppe den 48-Jährigen und bedrohten ihn. 

Der 48-Jährige zog daraufhinseine private Schusswaffe, um sich und die Frau vor weiteren Angriffen zu schützen. Die Gruppe zog sich daraufhin wenige Meter von der Örtlichkeit zurück. Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, traf eine alarmierte Polizeistreife in der Erdinger Straße ein und unterstützte den 48-Jährigen bei der Festnahme. 

Die restliche Personengruppe floh vom Tatort. Bei dem Jugendlichen handelt es sich um einen 16-Jährigen aus dem Landkreis München. Er wurde nach der Sachbearbeitung den Erziehungsberechtigten übergeben. 

Die angegriffene Frau, eine 38-Jährige aus dem Landkreis München, wurde durch den Vorfall im Gesicht und am Arm verletzt. Die Hintergründe des Angriffs auf die Frau sind derzeit unklar und Gegenstand der aktuellen Ermittlungen. Auch inwieweit die zuvor gehörten „Sieg Heil“ Rufe in einem Kontext zu dem Angriff auf die 38-Jährige stehen, bedarf der weiteren Ermittlungen. Der Angriff auf die 38-Jährige wird als gefährliche Körperverletzung bewertet und durch das Kommissariat 23 bearbeitet.

Hinsichtlich der „Sieg Heil“ Rufe hat sich das Kommissariat 44 (Staatsschutz) in die Ermittlungen eingeschaltet. Derzeit wird geprüft, ob die Jugendgruppe auch für weitere Delikte (Sachbeschädigung) im Bereich des Tatorts verantwortlich ist. Erste Ermittlungen weisen zudem darauf hin, dass es sich um Jugendliche aus der Umgebung von Aschheim handelt. 

Pressemitteilung Polizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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